Syllabus
Registration via LPIS
| Day | Date | Time | Room |
|---|---|---|---|
| Wednesday | 03/04/26 | 02:00 PM - 04:00 PM | D4.0.144 |
| Wednesday | 03/11/26 | 02:00 PM - 05:15 PM | D4.0.133 |
| Saturday | 03/14/26 | 11:00 AM - 04:00 PM | D4.0.019 |
| Wednesday | 03/18/26 | 02:00 PM - 05:15 PM | D4.0.019 |
| Wednesday | 03/25/26 | 02:00 PM - 05:15 PM | D4.0.136 |
| Wednesday | 04/08/26 | 02:00 PM - 04:00 PM | Online-Einheit |
| Wednesday | 04/15/26 | 02:00 PM - 05:45 PM | TC.5.04 |
Die philosophische Disziplin Erkenntnistheorie untersucht die begrifflichen, normativen und strukturellen Bedingungen dessen, was als Wissen gelten kann. Im Zentrum stehen Fragen nach Möglichkeit, Reichweite und Geltungsanspruch von Erkenntnis: „Was können wir wissen?“ „Unter welchen Bedingungen ist Wissen möglich?“ „Gibt es Grenzen des Wissens?“ „Worin unterscheidet sich Wissen von bloßem Für-wahr-Halten?“ „In welchem Sinn ist Wissen rechtfertigungsbedürftig?“ „Was kann überhaupt als Rechtfertigung gelten?“
Das sind Fragen, die mit dem Problem des Skeptizismus verbunden sind. Denn jede Theorie des Wissens muss sich an der Frage messen lassen, „ob nicht alles, was wir Wissen nennen, letztlich nur Überzeugung ist“ und daran, „ob und wie Überzeugungen den Status von Wissen erlangen können“.
Diese Lehrveranstaltung verfolgt diese Problemstellungen in historischer und systematischer Perspektive anhand zentraler Texte der philosophischen Tradition.
Die Einheit zur antiken Erkenntnistheorie führt in die grundlegende Unterscheidung zwischen Meinung (doxa) und Wissen (epistēmē) ein und vermittelt erste Kriterien epistemischer Geltung, einschließlich der Rolle von Begründung, Wahrheit und Notwendigkeit. Im Abschnitt zu Descartes wird der methodische Zweifel als radikale Strategie untersucht, um zu einem sicheren Ausgangspunkt von Wissen zu gelangen. Dabei werden die Bedingungen von Gewissheit analysiert und die Idee einer auf einer Grundlage beruhenden Erkenntnis bewertet. Die Einheit zu Hume behandelt die Rechtfertigbarkeit empirischer Erkenntnis. Hume zeigt die Nicht-Begründetheit induktiver Schlüsse auf und diskutiert die Fragen, die sich bei der Rechtfertigung von Erfahrungsaussagen und der "Projektion" von Beobachtbarem auf Nicht-Beobachtbares ergeben. Kants Transzendentale Philosophie wird in dieser LV als systematische Antwort auf Humes Skeptizismus gelesen. Erkenntnis wird von Kant nicht mehr als bloßes Produkt von Erfahrung betrachtet, sondern ist aus den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis zu erklären. Was das genau bedeutet soll, soll genauso untersucht werden, wie die Konsequenzen eines transzendentalen Idealismus im Hinblick einer Verteidigung eines Realismus. Im Abschnitt "Nach Kant": wollen wir dem "linguitic turn" folgen und uns fragen, inwieweit Sprache als unhintergehbare Bedingung der Möglichkeit von Erkenntnis fungieren kann.
Nach Abschluss dieser Lehrveranstaltung sind Studierende in der Lage,
(i) die zentralen Fragestellungen, Problemkonstellationen und Lösungsansätze der Erkenntnistheorie systematisch zu rekonstruieren und in ihren historischen wie systematischen Zusammenhängen einzuordnen;
(ii) erkenntnistheoretische Positionen im Spannungsfeld von Skeptizismus, Rechtfertigung und Wissensbegriff zu analysieren;
(iii) unterschiedliche epistemische Begründungsstrategien (insbesondere empirische, rationalistische und transzendentalphilosophische Ansätze) zu unterscheiden;
(iv) Grundpositionen der Erkenntnistheorie zu bewerten;
(v) philosophische Positionen präzise zu verwenden, terminologisch korrekt zu rekonstruieren und argumentativ differenziert gegeneinander abzugrenzen.
Diese Lehrveranstaltung ist als prüfungsimmanente Lehrveranstaltung (PI-LV) konzipiert. Die regelmäßige Anwesenheit ist wesentlicher Bestandteil der Lehrveranstaltung und Voraussetzung für eine positive Beurteilung. Grundsätzlich ist in PI-LVen Anwesenheit in allen LV-Einheiten vorgesehen. Wenn Sie wissen, dass Sie nicht anwesend sein können, informieren Sie mich bitte im Voraus per email. Sie können maximal in 2 Einheiten dieser LV fehlen.
In jeder Lehrveranstaltungseinheit werden ausgewählte Passagen der im Syllabus ausgewiesenen Primärtexte gemeinsam gelesen, sorgfältig analysiert und diskutiert. Die Lektüre der jeweils angegebenen Texte vor der Einheit wird vorausgesetzt; sämtliche Primärtexte stehen Ihnen zur Verfügung (siehe mit der jeweiligen Einheit verlinkten Literatur)
Die Lehrveranstaltungsleitung führt in jede Einheit durch einen strukturierenden Vortrag ein, in dem zentrale Begriffe, Argumentationslinien und systematische Zusammenhänge erläutert werden. Darauf aufbauend erfolgt die gemeinsame Textanalyse. Ziel ist es, ein genaues Verständnis der klassischen Texte zu entwickeln und zugleich deren erkenntnistheoretische Signifikanz klar werden zu machen.
Der gesamte Stoff der Lehrveranstaltung ist in schriftlicher Form als VO-Text auf der E-Learn-Plattform und in Form von Präsentations-Folien aufbereitet und entsprechend den einzelnen LV-Einheiten strukturiert abrufbar. Die fortlaufende Aneignung der Inhalte kann von den Studierenden wöchentlich überprüft werden; hierfür steht ein MC-Fragenkatalog zur Verfügung.
Es werden auch “wöchentliche Assignments” und Gruppenpräsentationen eingesetzt. Mir geht es nicht darum, durch die Assignments Druck zu erzeugen. Ziel ist vielmehr, dass Unklarheiten nicht über mehrere Einheiten hinweg mitgetragen werden, sondern frühzeitig erkannt und geklärt werden können. Diese Lehrveranstaltung ist inhaltlich aufbauend.
Als schriftliche Leistung ist ein Handout im Umfang von 1–2 Seiten vorgesehen, das als Gruppenarbeit verfasst wird. Das Handout soll die argumentative Auseinandersetzung mit dem gewählten und vorzutragenden Thema zusammenfasse. Die konkrete Organisation der Gruppenarbeit wird zu Beginn der LV geklärt.
Es findet zudem ein SC/MC-Test statt, der sicherstellen soll, dass die grundlegenden Begriffe und Argumentationslinien in dieser LV verstanden worden sind.
Die Leistungskontrolle erfolgt auf der Grundlage folgender Kriterien:
- drei weekly assignments: maximal 45 Punkte (bei zu spät abgegebenen Assignments oder wiederholt eingereichten Assignments verringert sich die Punktezahl um 20%).
- MC Prüfung: 60 Punkte.
- Gruppenreferat: maximal 45 Punkte
Die finale Leistungsbeurteilung für die Gesamt-LV erfolgt auf folgender Grundlage:
Max. Gesamtpunktezahl: 150
ab 135 Punkten: „Sehr gut"
ab 120 Punkten: „Gut"
ab 100 Punkten: „Befriedigend"
ab 80 Punkten: „Genügend"
max. 10 Zusatzpunkte: Mitarbeit in den Diskussionseinheiten und Antworten auf Forenfragen.
Interesse an Philosophie und die Bereitschaft Argumente genau zu analysieren sind eine Bedingung für die Teilnahme an dieser LV. Es wird Ihnen wohl am Anfang vieles unklar sein und ein wenig zu meta-theoretisch — bitte stellen Sie also gleich Fragen: an mich in der LV, im Forum, per email etc.
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ao. Univ. Prof. Dr. phil. Gabriele Mras
Gebäude D4, 3. Stock, Raum 3.020: Die Uhrzeit für die Sprechstunde im D4 entnehmen Sie bitte dann der Homepage. Ab März jeweils am Donnerstag von 14:30-15:30 nur gegen Voranmeldung.
Telefon: 0131336-4257
E-Mail: gabriele.mras@wu.ac.at
Administration: Ursula Németh
Telefon: 0131336-4775
E-Mail: ursula.nemeth@wu.ac.at
Was ist die maximale Gruppengröße der Referatsgruppen? 2 siehe Syllabus
Wie kann ich die Aufgaben beantworten? siehe LearnWU. Der Text/das Skriptum zu den jeweiligen Einheiten dieser "Einführung in die Erkenntnistheorie" + Slides. Die Aufgaben sind auf der Grundlage der Vorlesungstexte und der Folien + der Primärliteratur beantwortbar. Bitte, verfolgen Sie nicht die Methode des "Herumgoogelns”. Wenn Sie im Unklaren sind — bitte Fragen in den Foren stellen.
Was sind die Deadlines für die Aufgaben? siehe "Aufgaben"
Wie viel Literatur muss gelesen werden oder um die Aufgabenfragen beantworten zu können? Die Idee (und meine Hoffnung) ist, dass die Vorlesungstexte + Folien ausreichen + die Grundliteratur definitiv ausreichen, um die Themen zu verstehen, die Aufgaben und den MC-Test beantworten zu können. Es wird nicht erwartet, dass Sie die gesamte hochgeladene Literatur studieren.
Was ist mit Noten, Punkten, etc. ...? Informationen über Bewertungskriterien usw. finden Sie unter Learn/im Syllabus. Diskussion über Punkte für wöchentliche Aufgaben + die kurze Papierpräsentation nur am Ende dieses Kurses.
Wen kann ich kontaktieren, wenn ich Fragen habe, ...? Bitte stellen Sie Ihre Fragen (auch) in den "Foren". Ich bin mir sicher, Ihre KollegInnen profitieren von ihrer Frage und der Antwort! Oder schreiben Sie mir eine Email.
Die MC Prüfung findet dieses Semester online statt. Werfen Sie zur Vorbereitung einen Blick in die MC Übungs-Fragen!
| Unit | Date | Contents |
|---|---|---|
| 1 | 04.03.2026 | Zur Einführung: Die zentralen Fragen der Erkenntnistheorie lauten: „Was ist Erkenntnis?“ und “Verfügen wir über Erkenntnis?” “Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Überzeugungen als Wissen gelten können? ”In unserer ersten Einheit werden wir uns nicht nur mit der Frage nach dem Wesen von Erkenntnis beschäftigen (Welche Merkmale zeichnen Wissen aus, und wodurch unterscheidet es sich von bloßer Meinung (doxa)? Welche Rolle spielen Wahrheit, Begründung und Notwendigkeit für das Haben von Wissen?). Wir werden uns zudem der damit verbundenen Frage nach der Rechtfertigbarkeit von Erkenntnis und Methoden dieser Rechtfertigung zuwenden. In dieser ersten Einheit soll auch Administratives/Organisatorisches besprochen werden und die Einteilung in Referatsgruppen organisiert werden. |
| 2 | 11.03.2026 |
TEIL A: ARISTOTELES ANALYTICA PRIORA
Grundliteratur:
Zusatzliteratur:
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| 3 | 14.03.2026 | TEIL B: David Humes "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand" HUME und die Frage nach der Begründung aus der Erfahrung
Grundliteratur:
Zusatzliteratur:
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| 4 | 18.03.2026 | TEIL C: RATIONALISMUS UND EMPIRISMUS DESCARTES und der methodische Zweifel
Grundliteratur:
Zusatzliteratur:
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| 5 | 25.03.2026 | TEIL D: IMMANUEL KANTS TRANSZENDENTALER IDEALISMUS
Grundliteratur:
Zusatzliteratur:
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| 6 | 08.04.2026 | Klausur in Form eines MC Tests. ACHTUNG: ONLINE |
| 7 | 15.04.2026 | Ein Rückblick Grundliteratur:
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