Syllabus
Registration via LPIS
| Day | Date | Time | Room |
|---|---|---|---|
| Thursday | 10/15/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 10/22/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 10/29/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 11/05/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 11/12/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 11/19/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 11/26/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 12/03/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 12/10/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 12/17/26 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 01/07/27 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 01/14/27 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 01/21/27 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
| Thursday | 01/28/27 | 02:00 PM - 05:00 PM | D4.0.133 |
Diese Lehrveranstaltung ist parallel zu einem laufenden Forschungsprojekt konzipiert, das vom Umweltbundesamt (UBA) in Berlin finanziert wird und im Auftrag der deutschen Bundesregierung die Möglichkeiten einer „Neujustierung der Nachhaltigkeitspolitik“ erkundet.
Ausgangspunkt ist die Einsicht – auch von Seiten der Politik –, dass die bisherige Nachhaltigkeitspolitik in einer Krise steckt. Je weiter sich das Konzept der Nachhaltigkeit verbreitet, desto unklarer erscheint, was damit eigentlich genau gemeint ist, und desto klarer wird, dass die bisher verfolgten Ansätze nur eingeschränkt zum gewünschten Erfolg geführt haben. Zudem haben sie unerwartete Nebenwirkungen erzeugt, und sind zur politischen Zielscheibe rechtspopulistischer Mobilisierung geworden.
Im Seminar befassen wir uns deshalb zunächst mit dessen Begriffs- und Problemgeschichte: Warum und mit welchem Ziel wurde das Konzept entwickelt? Anschließend rekonstruieren wir dessen Bedeutungsveränderung in der jüngeren Vergangenheit und diskutieren dafür unterschiedliche Dimensionen und Verständnisse von Nachhaltigkeit, die unter anderem mit Begriffen verbunden sind wie „nachhaltige Entwicklung“, „ökologische Modernisierung“, „just transition“ und „Postwachstum“.
Obwohl die Forderung nach Nachhaltigkeit auf abstrakter Ebene zumeist bejaht wird, sind mit der konkreten (Nicht-)Realisierung von Nachhaltigkeit erhebliche politische Auseinandersetzungen und Deutungskontroversen verbunden. Wir werden deshalb auch Konflikte behandeln, die mit der Veränderung bzw. Verteidigung von nicht-nachhaltigen Lebensstilen eingehen. Wir diskutieren hierbei verschiedene Modelle, die zur politischen Bewältigung dieser Konflikte entwickelt worden sind, wobei ein besonderer Fokus auf dem Verhältnis von Demokratie und Nachhaltigkeit liegen soll. Abschließend befassen wir uns mit der Frage, ob sich die Transformation in Richtung einer nachhaltigen bzw. nachhaltigeren Lebensweise beobachten lässt oder von „nachhaltiger Nicht-Nachhaltigkeit“ bzw. „post-sustainability“ gesprochen werden muss.
Bei alldem wollen wir das Bemühen, der von vielen geforderten Transformation neuen Schwung zu verleihen, zunächst zurückstellen. Im Sinne einer genaueren Problemdiagnose wollen wir vielmehr versuchen, die faktische Transformation gründlicher zu verstehen und so eine solidere Grundlage für die Entwicklung von Politikansätzen zu schaffen.
Im ersten Teil (WiSe) wollen wir zunächst den Begriff und das Projekt der Nachhaltigkeit sowie auch deren eigene konflikthafte Transformation rekonstruieren. Wie erklärt sich der auffällige Zusammenbruch des Nachhaltigkeitsprojekts?
Im zweiten Teil (SoSe) befassen wir uns mit der „post-apokalyptischen“ Gesellschaft der Nicht-Nachhaltigkeit, die sich von den Zielen und Agenden der sozial-ökologischen Transformation offenbar zunehmend verabschiedet. Wie verändert sich der gesellschaftliche Umgang mit der fortgesetzten Nicht-Nachhaltigkeit? Welche Ressourcen und Option gibt es für eine „Neujustierung der Nachhaltigkeitspolitik“?
Die Studierenden sind nach Abschluss dieses Kurses in der Lage,
- die Ideen- und Begriffsgeschichte der Nachhaltigkeit zu beschreiben und zu erläutern;
- die unterschiedlichen Konzepte und Dimensionen von Nachhaltigkeit zu unterscheiden und zu verstehen;
- die Konflikte und Deutungskontroversen im Kontext der Umsetzung bzw. Verhinderung von Nachhaltigkeit zu analysieren, einzuordnen und zu erklären;
- theoretische und praktische Modelle der Nachhaltigkeitspolitik zu beurteilen bzw. anzuwenden.
Es gilt Anwesenheitspflicht bei allen Sitzungen (mindestens 80% der LV-Einheiten müssen besucht werden). Eine aus gesundheitlichen Gründen versäumte Einheit gilt nicht als Fehlzeit, sofern ein ärztliches Attest vorgelegt werden kann. Bei versäumten Prüfungsleistungen müssen entsprechende Kompensationsleistungen erbracht werden. Nähere Einzelheiten werden in der ersten Einheit des Kurses erläutert.
- Inputs des LV-Leiters
- Bearbeitung von einzelnen Fragestellungen und Themen anhand ausgewählter Texte in Präsentationsgruppen, durch Einzelreferat oder in Form von Thesenpapieren.
- Die Sitzung sind textorientiert, deshalb ist intensive Lektüre eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Lernen.
- Ausgewählte Kerntexte werden gemeinsam im Plenum diskutiert. Dies erfordert die Mitarbeit in den Sitzungen, vor allem in Form der aktiven Teilnahme an der Seminardiskussion
- vorbereitende Lektüre im Selbststudium und Bearbeitung zentraler Grundlagentexte
- regelmäßige aktive Teilnahme an der LV und an den Gruppenarbeiten sowie Erarbeitung einer Studienleistung (20%)
- Präsentation ausgewählter Arbeitsergebnisse im Plenum (30%)
- Erstellung einer schriftlichen Abschlussarbeit (ev. mit Perspektive einer Masterarbeit) (50%)
Für schriftliche Teilleistungen sowie die Abschlussarbeit dürfen AI-Tools für Brainstorming und Vorbereitung verwendet werden. Untersagt ist die Verwendung von AI-Tools für Ergebnisse, Diskussion und Reflexion; dies sind Eigenleistungen der Studierenden. AI-Output kann nicht als Beleg inhaltlicher Behauptungen herangezogen werden; er muss mit wissenschaftlicher Literatur belegt werden.
Alle eingesetzten AI-Tools müssen im Hilfsmittelverzeichnis angegeben werden. Es ist das von der WU Wien bereitgestellte Template zu verwenden (zu finden unter https://www.wu.ac.at/fileadmin/wu/h/students/Studierendensupport/Vorlage_HVZ_Formular_deutsch.docx ).
Der Eintrag im HVZ muss enthalten: Tool, Suchstring (unbedingt als „shared link“), generierter Ergebnisstring, Datum der Suche.
Der unerlaubte Einsatz von AI-Tools oder fehlende Belege gelten als Erschleichungsversuch bzw. Plagiat und werden mittels mündlicher Nachprüfung geahndet.
- erfolgreiche Zulassung zum Masterstudium Sozioökonomie
- positive Absolvierung der PI "Grundlagen der Sozioökonomie"
- positive Absolvierung aller LVs aus dem Bereich "Theorien und Methoden der Sozioökonomie"
- Anmeldung nach Reihenfolge
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