Syllabus

Title
0543 The Good, the Bad, and the Ugly: die österreichische Vereinslandschaft
Instructors
Dominik Karner, MSc (WU)
Contact details
  • Type
    PI
  • Weekly hours
    2
  • Language of instruction
    Deutsch
Registration
09/03/18 to 09/09/18
Registration via LPIS
Notes to the course
Subject(s) Bachelor Programs
Dates
Day Date Time Room
Friday 10/12/18 09:00 AM - 11:30 AM TC.4.13
Friday 10/19/18 10:00 AM - 01:00 PM TC.4.04
Friday 11/09/18 10:00 AM - 01:00 PM TC.4.04
Friday 11/23/18 10:00 AM - 12:30 PM TC.4.12
Friday 11/30/18 10:00 AM - 12:30 PM TC.4.12
Friday 12/07/18 10:00 AM - 12:30 PM TC.4.12
Friday 12/14/18 10:00 AM - 12:30 PM TC.4.12
Friday 01/11/19 10:00 AM - 02:00 PM TC.4.04

Contents

Die Lehrveranstaltung behandelt zentrale Aspekte der österreichischen Vereinslandschaft. Der Organisationstypus „Verein“ ist eine im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs wenig beachtete Organisationsform.  Jedoch sind Vereine im Leben vieler Österreicherinnen und Österreicher omnipräsent. Sie sind zentrale Akteure der österreichischen Gesellschaft, nicht nur in ländlichen Regionen, sondern ebenfalls in den Städten. Sie erbringen wichtige Leistungen, die von Markt und Staat nicht abgedeckt werden. Die Organisationsform „Verein“ ist untrennbar mit dem durch Verfassung und Europäischer Menschenrechtskonvention gewährleisteten „Grundrecht auf Vereinsfreiheit“ verknüpft. Sie ist somit als zentrale Institution des österreichischen demokratischen Systems zu betrachten. Ein Blick auf die österreichische Vereinslandschaft zeichnet ein extrem vielfältiges Bild. Eine immense Bandbreite an Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens werden in irgendeiner Art und Weise von Vereinen abgedeckt.

Dies wirft folgende Fragen auf: Welche Rolle spielen Vereine in unserer Gesellschaft? Welchen Einfluss haben sie auf lokale soziale Umwelten? Sind sie gar als Schule der Demokratie zu verstehen? Oder gibt es auch eine dunkle Seite der Vereinslandschaft? Welche Faktoren begünstigen das Leben und Sterben von Vereinen?

Jede Lehrveranstaltungeseinheit hat einen eigenen theoretischen Schwerpunkt: Geschichte, Bedeutung und rechtliche Grundlagen, Governance, Theorien und Konzepte der Vereinsforschung, Vereinstypen und gesellschaftliche Funktionen von Vereinen, Vereinslandschaft, räumliche Aspekte der Vereinsforschung und Population Ecology.

 

Learning outcomes

Lernergebnisse (Learning Outcomes)

· Sie können die Geschichte des Organisationstypus „Verein“ und den Zusammenhang mit dem „Recht auf Vereinsfreiheit“ skizzieren

· Sie können die rechtlichen Grundlagen des österreichischen Vereinswesens diskutieren

· Sie können den Organisationstypus „Verein“ von anderen Organisationsformen abgrenzen.

· Sie wissen was die Statuten von Vereinen sind und was darin geregelt ist

· Sie kennen die Organe von Vereinen, sowie deren Reche und Pflichten

· Sie können die unterschiedlichen „Discourses of organization“ benennen und charakterisieren

· Sie können erklären wie Vereine klassifiziert werden können und welche Probleme dabei entstehen

· Sie können Putnam’s und Bourdieu’s Konzepte von Sozialkapital unterscheiden und diskutieren

· Sie können das Spannungsfeld im Diskurs von Good vs. Bad Civil Society aufzeigen und diskutieren

· Sie können erklären worum es in Tocqueville’s Schule der Demokratie-These geht.

· Sie können das Konzept „Sozialraum“ erklären und wissen was die „soziale Produktion von Raum“ bedeutet

· Sie können die Rolle von Vereinen in ihren lokalen Kontexten skizzieren

· Sie kennen die regionalen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der österreichischen Vereinslandschaft und können mögliche Gründe und Konsequenzen kompetent diskutieren

· Sie können den Population Ecology-Ansatz von Hannan und Freeman kritisch diskutieren

· Sie können die wichtigsten Einflussfaktoren für das Überleben und Sterben (Life and Death) von Vereinen skizzieren

· Sie können eine relevante Forschungsfrage aus dem Feld der Vereinsforschung formulieren

· Sie können ein theoriegeleitetes empirisches Forschungsprojekt durchführen

· Sie können die Ergebnisse ihrer Forschung kompetent und in einem interessanten Format präsentieren

Attendance requirements

· Die Anwesenheitspflicht muss zu mindestens 80 % erfüllt sein. D.h. maximal 4,6 Stunden Abwesenheit sind möglich, ansonsten wird der/die Studierende/r zeitnah von der Lehrveranstaltung abgemeldet.

· Darüberhinausgehende Abwesenheit ist in Ausnahmefällen (höhere Gewalt) mit entsprechender Bestätigung möglich

·  Kompensationsaufgaben oder Nachfristen für etwaige Punktverluste durch versäumte Aufgaben sind nicht vorgesehen.

Teaching/learning method(s)

· Lehrvorträge

· Vorbereitende Lektüre der Basisliteratur

· Hausübungen zur Zusammenfassung und Reflexion der Basisliteratur

· Diskussionen

· Gruppenarbeit: qualitatives Forschungsprojekt zu einem der Themenschwerpunkte der Lehrveranstaltung, Verfassen einer Seminararbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Assessment

Einzelleistungen: 40 Punkte

· Eine Reflexionsarbeit á Punkte: 40 Punkte

·  ca. 5 Seiten, Reflexion der in der LV besprochenen Inhalte in Bezug auf eine konkrete Fragestellung

Gruppenleistung 60 Punkte

· Sie wählen in Kleingruppen (5 Personen) eines in der Lehrveranstaltung vorgeschlagenen Vertiefungsthemen

· Sie formulieren eine aus der Literatur abgeleitete, theoretisch relevante Forschungsfrage

· Sie führen selbständig ein kleines empirisches Forschungsprojekt durch

· Sie verfassen eine Seminararbeit in der Sie die Theorie diskutieren und Ihre Ergebnisse darlegen

· Sie präsentieren Ihre Ergebnisse in der letzten Einheit der Lehrveranstaltung

· Eigenverantwortliche Aufteilung der Punkte innerhalb der Gruppe entsprechend den individuellen Beiträgen

- Beurteilung der Gruppenleistung:  Forschungsdesign á 5 Punkte + Gruppenarbeit 55 Punkte

- Selbständige Aufteilung der Punkte innerhalb der Gruppe

 

Notenschlüssel:
Ab 90 % - sehr gut
Ab 80 % - gut
Ab 70 % - befriedigend
Ab 60 % - genügend

Last edited: 2018-10-18



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