Syllabus

Titel
1556 Demokratie, Partizipation und Nachhaltigkeit
LV-Leiter/innen
Birgit Hollaus, LL.M. (WU)
Kontakt
  • LV-Typ
    PI
  • Semesterstunden
    2
  • Unterrichtssprache
    Deutsch
Anmeldung
13.09.2019 bis 17.09.2019
Anmeldung über LPIS
Hinweise zur LV
Planpunkt(e) Bachelor
Termine
Wochentag Datum Uhrzeit Raum
Mittwoch 02.10.2019 17:00 - 19:00 D3.0.218
Mittwoch 09.10.2019 09:00 - 12:30 D3.0.222
Mittwoch 16.10.2019 09:00 - 12:30 D3.0.222
Mittwoch 23.10.2019 09:00 - 12:30 D3.0.222
Mittwoch 06.11.2019 09:00 - 12:30 D3.0.222
Mittwoch 13.11.2019 09:00 - 12:30 D3.0.222
Mittwoch 20.11.2019 09:00 - 12:30 D3.0.222

Inhalte der LV

Nachhaltige Entwicklung, so stellte schon die einflussreiche Brundtland-Kommission fest, bedarf eines politischen Systems, das die effektive Beteiligung von BürgerInnen bei Entscheidungsprozessen sicherstellt. Auch heute noch wird der Beteiligung von BürgerInnen und Interessensgruppen ein hoher Stellenwert für nachhaltige Entwicklungsprozesse zugemessen. Diese Grundannahme soll in der LV kritisch beleuchtet werden:

Die Einbeziehung der Öffentlichkeit erfolgt mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Methoden sowie mit unterschiedlicher Intensität und Formalität. Wer sich an welchen nachhaltigkeitsrelevanten Entscheidungsprozessen in welcher Form und mit welchen Konsequenzen beteiligen kann, wird wesentlich durch das Recht mitbestimmt. Internationale Übereinkommen wie die Aarhus-Konvention und Rechtsakte der EU (zB zur Europäischen Bürgerinitiative oder zur Öffentlichkeitsbeteiligung) wirken dabei häufig als "Motor" für die Entwicklung im nationalen Recht. Partizipationsprozesse werden dabei in zahlreichen Politikfeldern (zB in der Raumplanung, Wasserpolitik oder Energie- und Verkehrspolitik) und auf unterschiedlichen Ebenen (zB bei der Erarbeitung von Strategiepapieren, in lokalen Agendagruppen oder der Genehmigung von Infrastrukturprojekten) durchgeführt.

In der LV werden Studierende in die Diskussion über Partizipation und Nachhaltigkeit eingeführt und zur kritischen Reflexion über Funktionen, Chancen und Grenzen der Öffentlichkeitsbeteiligung im Kontext nachhaltiger Entwicklung angeregt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden einen Überblick über verschiedene Formen und Einsatzfelder der Öffentlichkeitsbeteiligung. Anhand von Literatur, Fallstudien und Rollenspielen werden sie ihr Verständnis von Partizipation vertiefen und dabei insbesondere auch lernen, zwischen formalen und informalen Partizipationsprozessen zu unterscheiden.

Lernergebnisse (Learning Outcomes)

Nach Absolvieren der LV Zuwi für JuristInnen haben die Studierenden Wissen über den gesellschaftlichen und ökologischen Kontext wirtschaftlichen Handelns erlangt. Sie verfügen über eine ganzheitliche Perspektive, die Wirtschaft und Gesellschaft in biophysische Systeme eingebettet sieht und Wirtschaft im gesellschaftlichen Kontext verankert. Studierende erkennen, dass ihr späteres berufliches Handeln Auswirkungen auf die Gesellschaft und die natürliche Umwelt hat, dass sie eine soziale Verantwortung tragen und einen Beitrag zu einer langfristig nachhaltigen Entwicklung leisten können. Sie haben Kompetenzen wie Selbstreflexion, Sensibilität für Diversität und das Verstehen von Komplexität erlangt. Sie sind fähig Informationen aufzubereiten, Probleme und Problemlösungen zu erarbeiten und zu kommunizieren.

Entsprechend der didaktischen Ausrichtung erfolgen Leistungserbringungen mehrdimensional. Für die Beurteilung werden vier Teilleistungen berücksichtigt, das sind (1) die mündliche Mitarbeit als individuelle Leistung, (2) die Gruppenpräsentation selbst und (3) die Leistung als Diskussionsgruppe, beides als Gruppenleistung, sowie (4) das schriftliche Abschluss-Reflexionspapier. Besonderes Augenmerk wird auf die Befähigung zu Teamarbeit und auf die Erlangung von Reflexions- und Erfahrungswissen gelegt. Feedback seitens der Lehrenden hilft den Studierenden, ihre Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwickeln.

Regelung zur Anwesenheit

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen (PI) haben Anwesenheitspflicht. Im Falle einer Abwesenheit ist die LV-Leiterin nach Möglichkeit vorab zu informieren.
Genaueres zu Fehlzeiten-Regelungen wird bei Bedarf in der 1. Einheit erläutert.

Lehr-/Lerndesign

  • Kurzvorträge der LV-Leiterinnen
  • Selbständige Erarbeitung von Fachtexten und kritische Auseinandersetzung mit deren Inhalten im Plenum
  • Gruppenarbeit im Rahmen von Fallstudien und Rollenspielen
  • Studierendenpräsentationen

Leistung(en) für eine Beurteilung

  • aktive Mitarbeit in der LV (Diskussionsbeiträge, Mitarbeit in der Gruppe, Beitrag zur Gruppenarbeit) – 30%
  • Abhalten einer Gruppenpräsentation inkl Diskussionleitung ("Leistung als Präsentationsgruppe") – 30%
  • Vorbereitung von Diskussionsfragen zu einer (anderen) Gruppenpräsentation und aktives Einbringen in der Diskussion ("Leistung als Diskussionsgruppe") – 20%
  • schriftliches Abschluss-Reflexionspapier – 20%

Teilnahmevoraussetzung(en) und Vergabe von Wartelistenplätzen

Die Platzvergabe während der Anmeldefrist verfährt im „first-come, first-served Prinzip“. Falls Sie eine gültige LV-Anmeldung haben, aber an dieser Lehrveranstaltung nicht teilnehmen können, melden Sie sich bitte während des Anmeldezeitraums über LPIS wieder ab, damit Ihr LV-Platz anderen Studierenden zur Verfügung steht.

Sollte es eine Warteliste für die Anmeldung zur Lehrveranstaltung geben, werden die Studierenden der Warteliste nach dem Ende der Anmeldefrist nach Studienfortschritt gereiht und auf noch verfügbare Plätze zugeteilt - vorausgesetzt, dass diese über noch keine gültige Anmeldung zum Planpunkt verfügen.

Dieses Vorgehen ist allerdings nicht als Platz-Garantie zu verstehen!

Zuletzt bearbeitet: 18.04.2019



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