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Rotationsmodus

Die Präsenzzeit der Lehrveranstaltung wird zwischen zwei oder mehreren Studierendengruppen aufgeteilt, sodass die / der Lehrende alle Einheiten hält, dabei aber wechselnde Studierendengruppen im Hörsaal anwesend sind. Die Inhalte, die nicht in Präsenz behandelt werden können, erarbeiten sich die Studierenden im Selbststudium.

Aufgrund des verkürzten Zeitfensters, das für die Studierenden in Präsenzlehre zur Verfügung steht, müssen größere Teile der Inhaltsvermittlung in den Online-Teil verlagert werden. Die Studierenden eignen sich Inhalte mit Hilfe von Videos und geeigneten Selbstlernmaterialien an. Die Präsenzveranstaltung kann dann verstärkt genutzt werden, um Fragen zu klären, praktische Übungen durchzuführen und den Austausch zwischen den Studierenden zu fördern (= Inverted oder Flipped Classroom Modell).

Dabei sind beispielsweise folgende Varianten denkbar:

  • Einheiten aufteilen:
    In den ersten 45 Minuten der Einheit ist die erste Hälfte der Studierenden anwesend, in den zweiten 45 Minuten die zweite Hälfte. Die / Der Lehrende hält zwei Mal die gleiche Einheit im gleichen Raum, die Studierendengruppen wechseln nach der Hälfte.

Beispiel

2-stündige Lehrveranstaltung (= 15 x 90 Minuten) mit 30 Teilnehmer*innen, Raumkapazität unter Einhaltung der Hygieneabstände: 17

  • 50% der Inhalte werden über Lecturecasts, Aufgabenstellungen, Lektüreaufgaben vermittelt
  • 50% der Inhalte werden in Präsenzeinheiten in zwei Gruppen á 15 Personen behandelt

Gesamtzeit für Studierende: 15 Einheiten Präsenz á 45 Minuten

Gesamtzeit für Lehrende: 15 Einheiten Präsenz á 90 Minuten

  • Einheiten abwechseln:
    Die Gruppen wechseln sich in den Präsenzeinheiten ab, d.h. Gruppe A bei Termin 1, Gruppe B bei Termin 2, Gruppe A bei Termin 3 usw.

Beispiel

2-stündige Lehrveranstaltung (= 22,5 Präsenzstunden) mit 30 Teilnehmer*innen, Raumkapazität mit Hygieneabständen: 12

  • 70% der Inhalte werden über Lecturecasts, Aufgabenstellungen, Lektüreaufgaben vermittelt
  • 30% der Inhalte werden in Präsenzeinheiten in drei Gruppen á 10 Personen behandelt

Gesamtzeit für Studierende: 5 x 90 Minuten Termine

Gesamtzeit für Lehrende: 15 x 90 Minuten Präsenz

  • Einheiten blocken:
    Die Studierenden bereiten Themenblöcke im Selbststudium vor. Am Ende jedes Themenblocks findet für jede Gruppe der Studierenden ein Präsenzblock statt.

Beispiel

2-stündige Lehrveranstaltung (= 22 Präsenzstunden, teilweise geblockt) mit 30 Teilnehmer*innen, Raumkapazität mit Hygieneabständen: 17
In der LV werden 3 große Themenblöcke behandelt, nach jedem findet ein Präsenzblock statt.

  • Themenblock 1 wird über Lecturecasts, Aufgabenstellungen, Lektüreaufgaben vermittelt
  • Präsenzblock 1
    • Woche 1: Gruppe A + Lehrende 3 Stunden Präsenz
    • Woche 2: Gruppe B + Lehrende 3 Stunden Präsenz
  • ebenso für Themenblock 2 und 3
  • Prüfung in Präsenz:
    • Gruppe A + Lehrende 2 Stunden
    • Gruppe B + Lehrende 2 Stunden

Gesamtzeit für Studierende: 11 Präsenzstunden

Gesamtzeit für Lehrende: 22 Präsenzstunden

  • Zusätzliche Einheiten anbieten:
    Um zu verhindern, dass sich die Präsenzzeit für die Studierenden verringert, werden zusätzliche Termine angeboten, damit die Gruppe geteilt werden kann.
Geeignet für...
  • Anwendungsbezogene Inhalte und Aufgabenstellungen
  • Settings, die viel Austausch zwischen den Studierenden bzw. zwischen Lehrenden und Studierenden erfordern
  • Lehrveranstaltungen, für die bereits Selbstlernmaterialien und Videos verfügbar sind und / oder Selbstlernphasen eingeplant sind
Vorteile
  • Persönlicher Austausch zwischen den Studierenden bzw. zwischen Studierenden und Lehrenden ist möglich
  • Nachhaltige Lehrveranstaltungsplanung: Ein Inverted Classroom / Flipped Classroom-Design kann in sehr ähnlicher Form auch in zukünftigen „normalen“ Semestern umgesetzt werden
Nachteile
  • Die Vorbereitung gut strukturierter Selbstlernmaterialien ist aufwändig 
Voraussetzungen (Räume, Technik)
  • Zusätzliche Räume nötig, wenn zusätzl. Einheiten angeboten werden
Herausforderungen bei der Durchführung
  • Vorbereitung der Studierenden
    Das Format funktioniert am besten, wenn die Studierenden gut vorbereitet in die Präsenzeinheiten kommen. Es empfiehlt sich also zu Beginn der Präsenzeinheit kurze Quizze mit Mitarbeitspunkten o.ä. einzuplanen (z.B. in Form von Aufgaben auf MyLEARN, die über Smartphone / Laptop beantwortet werden). Dadurch erhöht sich die Beteiligung der Studierenden in der Präsenzphase.
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