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Problembasiertes Lernen

Die Anwendung Problembasiertes Lernen stellt ein Werkzeug zur prozessbegleitenden Unterstützung einer problembasierten Lehre dar. Sie kann in einer Lehrmaterialsammlung, einer Lehrveranstaltung oder in einem Club aktiviert werden. Sobald die Anwendung aktiviert ist, können Sie eigene Umgebungen für die Definition von Lernprozessschritten und Aktivitäten anlegen. Die Umgebungen werden im Problembasierten Lernen „Gruppen“ genannt, dürfen jedoch nicht mit den regulären Gruppen oder Gruppenarbeitsbereichen in einer Lehrveranstaltungsumgbung verwechselt werden (vgl. Gruppenadministration in MyLEARN). Diese Umgebungsgruppen können für die strukturierte Erarbeitung einer komplexen Aufgabenstellung genutzt werden.

Ein großer Vorteil dieser Anwendung ist, dass Projekt-Meilensteine inhaltlich definiert und terminisiert werden können. Alle Lernprozessschritte und Aktivitäten eines Problembasierten Lernens finden in diesen eigenen Umgebungsgruppen statt und werden auf der MyLEARN Startseite im Portlet "Mitgliedschaften" unter "Mein Problembasiertes Lernen" als eigener Arbeitsbereich angezeigt (siehe: Screenshot "Arbeitsbereich pro Prozesschritt").

Grundsätzlich können Studierende in Gruppen von etwa drei bis sieben Personen an einer Aufgabenstellung arbeiten. Für den gesamten Verlauf der Arbeit gilt, dass die Gruppe relativ autonom in ihrer Arbeit ist und sich auch selbstständig die benötigten Informationen sucht. Die Lehrperson hat nicht mehr die Aufgabe, Wissensinhalte direkt zu vermitteln, sondern unterstützt, korrigiert und lenkt den Lernprozess.

Um eine Gruppe hinzuzufügen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Aktivieren Sie die Anwendung "Problembasiertes Lernen".
  2. Klicken Sie im linken Seitenmenü auf „Problembasiertes Lernen“.
  3. Wählen Sie "Gruppe hinzufügen“.
  4. Vergeben Sie einen Namen für die Gruppe und klicken Sie auf "Speichern“.
  5. Fügen Sie eine*n Betreuer*in der Gruppe hinzu, in dem Sie auf "BetreuerIn hinzufügen" klicken.
  6. Tragen Sie optional, eine Beschreibung der allgemeinen Betreuungsaufgabe in dem Feld Zuständigkeiten ein und bestätigen Sie die Eingabe mit "speichern".
  7. Klicken Sie auf den Button "TeilnehmerIn hinzufügen", wenn Sie Mitglieder zu dieser Gruppen hinzufügen möchten.
  8. Wählen Sie Studierende über das Markieren der Checkboxen aus. Klicken Sie anschließend auf "Ausgewählte" und bestätigen Sie Ihre Auswahl mit "hinzufügen".
  9. Um zur Übersicht aller Gruppen zu gelangen, klicken Sie auf den Button "Zurück“ (siehe: Screenshot "PBL-Gruppen")

Die Umgebungen des Problembasierten Lernens weisen denselben Endzeitpunkt (wann sie archiviert werden auf), wie die Kursumgebung. Sie können diesen Endzeitpunkt jederzeit über einen Klick auf "Verwalten" und "Einstellungen" nach Belieben anpassen, sodass die Umgebungen auch semesterübergreifend von Studierenden genutzt werden können.

Erläuterungen zu den Rollen:


Betreuer*in

Es werden alle Mitglieder des Kurses mit Admin-Rechten angezeigt (Rolle: LV-LeiterIn und LehrassistentIn).

Zu ihren Aufgaben gehören die Bereitstellung von Fachwissen und die laufende Kontrolle des Lernprozesses. Sofern notwendig greift sie regulativ in den Lernprozess ein, um ein etwaiges Verfehlen des Lernziels abzuwenden.  Als Betreuer*in sollte hierbei jene Person des Lehrpersonals ausgewählt werden, welche die Gruppe über den gesamten Kursverlauf weiter betreuen wird. Zusätzlich können pro Prozessschritt noch weitere/alternative Betreuer*innen definiert werden.


Teilnehmer*innen

Es werden alle Mitglieder des Kurses ohne Admin-Rechten angezeigt (Rolle: „TeilnehmerIn“ oder „StudentIn“). Wenn Sie diesen Schritt überspringen, können später die Teilnehmer*innen in der Mitgliederverwaltung hinzugefügt werden.

Die Auswahlliste enthält nur jene Studierende, welche noch nicht einer anderen Gruppe angehören. Dies soll vor allem die Administration der Gruppenmitglieder erleichtern, da man auf einen Blick sieht, welche Studierenden noch keiner Gruppe zugeordnet sind. Wählt man die Teilnehmer*innen aus,  werden diese mit der Rolle „TeilnehmerIn“ der Umgebung des Problembasierten Lernens hinzugefügt. Bei Bedarf können Sie die Rolle später auch auf „AdministratorIn“ ändern, wenn Studierende gefordert sind eigene Lernaktivitäten zu erstellen (z.B. Clicker-Fragen, Glossareinträge oder MC-Fragen).

Wenn Sie in der linken Menüleiste auf die Anwendung "Problembasiertes Lernen" klicken, gelangen Sie zur Übersichtstabelle aller Gruppen.

Jede Gruppe durchläuft während ihrer Arbeit einen individuellen Lernprozess, welcher zum einen von dem/der Gruppenbetreuer*in vorgegeben wird und zum anderen selbst von der Gruppe bestimmt werden kann. Je nachdem wie stark die Gruppenbetreuung die einzelnen Prozessschritte vorgibt, spricht man von strukturierten bzw. unstrukturierten Lernprozessen. Ziel des problembasierten Lernens ist, eine möglichst freie Wegwahl der Gruppe zu gewährleisten. Trotzdem wird es eine Reihe von Terminen und Ereignissen geben, welche durch die jeweiligen Betreuer*innen vorgegeben werden (z.B.: Abgabe der Literaturliste, Präsentationstermin, Abgabetermin der schriftlichen Arbeit).

Um einen Lernprozess als Zielsetzung für den Kurs zu definieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Klicken Sie im linken Seitenmenü auf „Problembasiertes Lernen“.
  2. Wählen Sie „Prozess definieren“.
  3. Wählen Sie „Schritt hinzufügen“. Ein „Schritt“ stellt ein Projektziel bzw. Projektetappenziel dar. Geben Sie für jeden Schritt einen Titel, ein Fälligkeitsdatum, eine Beschreibung und die Ziele ein. Speichern Sie Ihre Eingabe mit „Speichern“.
  4. Für jeden Prozessschritt kann nochmals eine eigene Betreuung angelegt werden. Klicken Sie dafür auf „BetreuerIn hinzufügen“. Speichern Sie auch diese Eingabe mit „Speichern“.

Für jeden angelegten Prozessschritt werden zusätzlich im Hauptkurs (nicht in den Umgebungen des Problembasierten Lernens) ein Forum und ein Ordner in der Dateiablage mit dem Namen des Prozessschrittes angelegt. Hier können Studierende bereits im Vorfeld z.B. Fragen zur Projektarbeit stellen und aus einer Vielzahl von Informationsquellen die jeweils für sie wichtigen Informationen auswählen um diese später für die Bearbeitung der Problemstellung einzusetzen.​​​​​

Für die Definition des Lernprozessen stehen drei Typen von Prozessschritten zur Verfügung, die mit einem eigenen Symbol (je nachdem wer diesen Schritt definiert hat) auch so gekennzeichnet sind.

  Zielsetzung für Lehrveranstaltung:  Für Termine und Ereignisse welche für alle Gruppen gültig und kursweiter Bedeutung sind (z.B. Präsentationstermin).
Zielsetzung für Gruppe, definiert durch Betreuer*in:

Für Termine und Ereignisse welche von einer Gruppenbetreuung für eine Gruppe angelegt wird und ist auch nur für diese Gruppe von Bedeutung (z.B. Zwischenbericht).

Zielsetzung für Gruppe, definiert durch Teilnehmer*in:

Für Termine und Ereignisse welche  von den Gruppenmitgliedern eigenständig angelegt werden, um somit den Weg zur Lösung der Problemstellung selbst zu bestimmen und dokumentieren können.

  • Beispiel für einen Arbeitsprozess, bestehend aus Zielsetzungen für eine Lehrveranstaltung (Beispiel 1).
  • Beispiel für einen Arbeitsprozess, bestehend aus Zielsetzungen Gruppe und Lehrveranstaltung (Beispiel 2).

Um die einzelnen Schritte wieder zu bearbeiten, klicken Sie auf das Symbol „Schritt bearbeiten“ um Änderungen an definierten Titel, Fälligkeitsdatum oder Zielen vorzunehmen.

Prozessschritte können zu jedem beliebigen Zeitpunkt angelegt werden. Das heißt auch dann, wenn die Arbeit der Gruppe bereits begonnen hat. Nützlich ist dies vor allem dann, wenn Gruppen ihren Lernprozess schrittweise definieren, um dadurch einer etwaigen Überforderung zu Beginn der Arbeit entgegenzuwirken.

Wenn Sie in der linken Menüleiste auf die Anwendung "Problembasiertes Lernen" klicken, gelangen Sie zur Übersichtstabelle aller angelegten Gruppen und deren Stand der Projekterarbeitung (siehe: Screenshot "Stand der Projektbearbeitung").

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, den Prozessfortschritt der einzelnen Gruppen im Überblick anzusehen.

  • Klicken Sie in der linken Menüleiste auf die Anwendung "Problembasiertes Lernen" um direkt zur Übersichtstabelle aller angelegten Gruppen und deren Stand der Projekterarbeitung  zu gelangen. 

Unter Prozessschritt wird der jeweils nächste Prozessschritt angezeigt mit Fälligkeit. Ist das Datum der Fälligkeit eines Prozessschrittes verstrichen, ohne dass der Status von Ihnen auf „geschlossen“ geändert wurde, wird die Fälligkeit als Minusbilanz im Überblick ausgewiesen (siehe: Screenshot "Fälligkeit verstrichen").

Durch das Anklicken der Namenlinks der einzelnen Gruppen gelangen Sie direkt in den eingen Arbeitsbereich der einzelnen Umgebungsgruppen (gekennzeichnt durch das blaue statt des grünen Erscheinungsbilds). Ein anderer Weg, in diese Umgebungsgruppen zu gelangen, wäre über das  Portlet "Mitgliedschaften" auf der MyLEARN Startseite unter "Mein Problembasiertes Lernen".

Studierende sehen nur die Gruppen des Problembasierten Lernens, in denen Sie Mitglied sind. Sie können auf zwei Wegen zu ihrer Gruppenumgebung gelangen:

  1. Auf der MyLEARN Startseite im Portlet "Mitgliedschaften" im Arbeitsbereich "Mein Problembasiertes Lernen"
  2. In der Communityumgebung selbst, direkt im linken Seitenmenü unter "Problembasiertes Lernen"

Diese Community ist durch ein blaues (statt einem grünen) Erscheinungsbild gekennzeichnet (siehe: Screenshot "PBL-Startseite").. Befinden Sie sich direkt in der Communityumgebung, wird Ihnen Unter „Home“ wird das PBL-Portlet angezeigt.  Es enthält Information zur Betreuung, zu den Teilnehmer*innen und zu den Prozessschritten. Der zeitlich nächste Prozessschritt ist rot hervorgehoben. Bereits als „geschlossen“ markierte Prozessschritte sind ausgegraut (siehe: Screenshot "PBL-Portlet").

Bei einem Klick auf den Link eines einzelnen Prozessschritt sehen Sie die nähere Beschreibung des Prozessschritts ein und befinden sich in einem Arbeitsbereich in dem der Prozesschritt inhaltlich erarbeitet werden kann (siehe: Screenshot "Arbeitsbereich pro Prozesschritt").

Folgende Möglichkeiten stehen in einem Prozessschritt zur Verfügung:

  • Status auf offen/geschlossen setzen. Ein geschlossener Prozessschritt wird in allen Gruppen ausgegraut angezeigt.
  • Versenden von Gruppen- oder Einzelemails an alle Studierenden auf Ebene der PBL-Gruppe.
  • Hinzufügen von Foreneinträgen im Forum dieses Prozessschrittes. Für jeden Prozessschritt wird auch in der PBL-Umgebung automatisch ein Forum mit dem Namen des Prozessschrittes angelegt. 
  • Hochladen von Dateien, Ordnern, oder URL pro Prozessschritt um diese mit anderen Gruppenmitgliedern bzw. der Betreuung zu teilen. Für jeden Prozessschritt wird auch in der PBL-Umgebung automatisch ein Ordner in der Dateiablage mit dem Namen des Prozessschrittes angelegt. 
  • Einträge unter der Rubrik Arbeitsbericht hinzufügen. Arbeitsberichte sind kurze Meldungen dazu, was Studierende wie lange im Rahmen der Projektarbeit bereits getan haben. Die Einführung von Arbeitsberichten soll der Gruppenbetreuung für die spätere Leistungsbeurteilung einen besseren Einblick in die Einzelleistung der Gruppenmitglieder gewähren. Ziel ist, dass die Beurteilung nicht nur anhand des Endresultats vorgenommen wird, sondern auch aufgrund der Beteilung an der gemeinsamen Arbeit.  Mit einem Klick auf "Eintrag hinzufügen“ gelangen Studierende in das Eintragsmenü. Sie geben hier für eine Tätigkeit das Datum und die Erarbeitungsdauer an und können eine optionale Beschreibung hinzufügen (siehe: Screenshot "Arbeitsbericht verfassen"). Das einzelne Gruppenmitglied kann hierbei immer nur für sich selbst Einträge hinzufügen und auch nicht die Einträge anderer Gruppenmitglieder einsehen. Die Betreuer*innen können keine Einträge im Arbeitsbericht anlegen, sehen dafür aber alle Einträge nach Gruppenmitglied und Datum sortiert.

Mögliche Betreuungsschritte eines/einer Gruppen-Betreuer*in in der Umgebung des Problembasierten Lernens:

  • Kommunikation mit Studierenden über das Versenden von Gruppen- und Einzelemails oder über die Kommunikation mit Studierenden in den Foren
  • Einsehen von abgegebenen Dateien und Arbeitsberichten
  • Hochladen von Dateien, Ordnern oder URL
  • Hinzufügen weiterer Prozessschritte
  • Ändern des Status von „Offen“ auf „Geschlossen“, sobald dieser Prozessschritt lt. Zieldefinition erfolgreich abgeschlossen wurde

Mögliche Einsatzszenarien v.a. im Zusammenspiel mit den regulären Gruppen der Lehrveranstaltungsumgebung sind:

  • Das Nutzen der Arbeitsbereichte-Features. Über die Arbeitsberichte von Gruppenmitgliedern kann Partizipation in Gruppenarbeiten abgeleitet werden. Nutzen Sie dies als Ergänzung zum regulären Gruppenarbeitsbereich auf Kursebene und als Alternative zu einem Peer-Rating. 
  • Das Nutzen des Arbeitsbereichs pro Prozessschritt. Bei mehreren Prozessschritten kann die Betreuung dadurch kleinteilig und punktgenau erfolgen. Die Auflsitung aller Arbeitsschritte im PBL-Portlet strukturiert die Arbeitspakete auch größerer Projekte und steigert die Aufgabentransparenz.  Lassen Sie Gruppen im Rahmen des Problembasierten Lernens so Teilleistungen erarbeiten. Die Abgabe der Endprodukte kann dann in der Lehrveranstaltungsumgebung in regulären Gruppenaufgaben erfolgen. 
  • Das Ausschöpfen des vollen Potenzials problembasierten Arbeitens. Geben Sie einige Projektziele nur zu Beginn vor und lassen Sie Studierende in PBL-Gruppen weitere Projekt- und Projektetappenziele selbständig erarbeiten. Bieten Sie optionale Unterstützung bei der Erarbeitung der Projektmeilensteine. Moderieren Sie das studentische Lernen.