Skip to main contentSkip to breadcrumbsSkip to sub navSkip to doormat
Sie sind hier

Feedback in der Lehre

Wie Sie den professionellen Umgang mit gelebter Feedbackkultur für sich nutzen können

Eine lebendige Feedbackkultur ist umso stärker, je relevanter Feedback für alle Beteiligten im Feedbackprozess ist. Als Lehrende*r können Sie aus zwei Gründen von Feedback profitieren. Feedback kann in das Lehr- und Lerndesign Ihrer Lehrveranstaltung einfließen und Ihre Lehrveranstaltung kann von Adaptionen profitieren. Darüber hinaus signalisieren Sie durch den Fokus auf Feedback in der Lehrveranstaltung, dass Sie (Rückmeldungen von) Studierende(n) ernst nehmen und sich auf sich ändernde Rahmenbedingungen einstellen können. Davon kann auch die Feedbackkultur zwischen Studierenden profitieren.

Feedbackmethoden

Um Feedback von Studierenden einzuholen, kann man sich verschiedener Methoden bedienen. Je nachdem zu welchem Zeitpunkt in einer Lehrveranstaltung Feedback eingeholt werden soll oder abhängig vom Ziel und der Intention des Feedbacks, eignen sich unterschiedliche Methoden. Im Folgenden wird eine Auswahl an Methoden vorgestellt, die sich einfach und schnell umsetzen lassen. Ein besonderer Service in diesem Rahmen ist das Fast Feedback für Lehrende an der WU.

WU-Hinweis: Fast Feedback

An der WU steht Ihnen die Möglichkeit zur Verfügung, online über die jeweilige Lehrveranstaltungsebene von MyLEARN schnell und unkompliziert Feedback einzuholen. Onlineunterstütztes „Fast Feedback“ wird Lehrenden an der WU angeboten, um Rückmeldungen von Studierenden, sei es innerhalb von physischen, aber auch innerhalb von virtuellen Settings, rasch einholen zu können. Es können Multiple- oder Single-Choice-Fragen, Wordclouds, Kurzfragebögen oder Feedback im Zeitverlauf frei gestaltet und mittels Link oder QR-Code unmittelbar von allen Anwesenden im Hörsaal mithilfe eines mobilen Geräts beantwortet werden. 

Konkrete Anregungen und Anwendungsbeispiele von klassischen Feedbackmethoden, die an der WU einfach mittels Fast Feedback umgesetzt werden können, werden auf den TLAc-Seiten mit dem Untertitel „WU Fast Feedback“ gekennzeichnet. 

Durch die Onlineumsetzung können die Feedbackmethoden schnell und unkompliziert angewendet werden und die Auswertung ist unmittelbar nach der Beantwortung durch die Studierenden graphisch aufbereitet verfügbar und für den weiteren Unterrichtsverlauf nutzbar. 

Eine generelle technische Beschreibung finden Sie im MyLEARN Guide.

Was? Stellen Sie den Studierenden zu Beginn der Lehrveranstaltung einige Fragen zu ihren Erwartungen und Wünschen an die Lehrveranstaltung.
Wofür? Sie können Ihre eigenen Erwartungen mit jenen der Studierenden abgleichen und Unklarheiten bezüglich Lehr-/Lernzielen und Anforderungen beseitigen. Studierende können an der Gestaltung der Lehr-/Lernprozesse aktiv teilnehmen und die Ziele und Anforderungen in der Lehrveranstaltung kennenlernen.
Wie? In größeren Lehrveranstaltungen kann die Erwartungsabfrage schriftlich oder mündlich in Gruppen durchgeführt und von den Studierenden präsentiert werden.
Sie können die Studierenden auch bitten, 3-5 Erwartungen aufzulisten und in eine Rangfolge zu bringen.
Fast Feedback Mithilfe der Wordcloud-Abfrage oder der offenen Fragen des Kurzfragebogens im Fast Feedback können Sie Erwartungen der Studierenden abfragen und einfach zusammenfassen. Eine Anleitung zur Durchführung der Abfragen finden Sie im MyLEARN Guide
TIPP: Im Musterfragenkatalog des WU Fast Feedback Kurzfragebogen finden Sie vorformulierte Fragen!
Beispielfragen
  • Was erwarten Sie sich von der Lehrveranstaltung?
  • Was möchten Sie von der Lehrveranstaltung mitnehmen?
  • Wie möchten Sie sich in die Lehrveranstaltung einbringen?
  • Was möchten Sie in dieser Lehrveranstaltung lernen? 
Weiterführende Informationen Feedback-Methodenbar, Ladwig, A. & Auferkorte-Michaelis, N., Universität Duisburg-Essen, ZfH
Was?

Um herauszufinden, was die Studierenden an Vorwissen mit in Ihre Lehrveranstaltung bringen, können Sie einen Kurzfragebogen zusammenstellen. Stellen Sie dazu ca. 5-10 Multiple-Choice-Fragen und formulieren Sie einige zu vervollständigende Satzanfänge oder Kurzantwortaufgaben.

Wofür? Sie können Vorkenntnisse der Studierenden einschätzen und erhalten Rückmeldungen, die für die Planung und die Schwerpunktsetzung der Lehrveranstaltung relevant sind.
Studierende erfahren wichtige Inhalte der Lehrveranstaltung frühzeitig und können Maßnahmen zur Verringerung möglicher Defizite in ihren Vorkenntnissen ergreifen.
Wie? Lassen Sie die Antworten in kleineren Gruppen ausarbeiten und präsentieren. Studierende können die Fragen zunächst allein beantworten und sich nach der dafür vorgesehenen Zeit gegenseitig interviewen.
Fast Feedback Stellen Sie mithilfe des Kurzfragebogens (max. 5 Fragen) und der Single- bzw. Multiple-Choice-Fragen einen Katalog zusammen, der das Vorwissen der Studierenden abfragt. Das Ergebnis wird Ihnen einen Überblick über die Antworten der Studierenden in Form eines Balkendiagramms liefern. Eine Anleitung zur Durchführung einer Kurzfragebogen-Abfrage finden Sie im MyLEARN Guide
Weiterführende Informationen Using Background Knowledge Probes, Baker, M., BYU – Center for Teaching and Learning
Was?

Fordern Sie die Studierenden am Ende der Lehrveranstaltung auf, Bilanz zu ziehen. Lassen Sie sie dazu drei bis fünf Fragen beantworten oder Satzanfänge vervollständigen.

Wofür? Sie können Bilanz ziehen, Hinweise und Gestaltungsvorschläge für zukünftige Lehrveranstaltungen einholen, oder es als Abschluss der Lehrveranstaltungen einsetzen. Studierende haben die Möglichkeit, eine abschließende Bewertung abzugeben.
Wie? Das Resümee kann sich auf unterschiedliche Dimensionen der Lehrveranstaltung beziehen, bspw. das Klima oder die Inhalte. Fordern Sie die Studierenden auf, zu jeder Dimension festzuhalten, was ihnen gefallen oder nicht gefallen hat. Die Studierenden können dies zunächst in Kleingruppen machen und anschließend im Plenum diskutieren.
Fast Feedback

Erstellen Sie einen Kurzfragebogen und nutzen Sie die Wordcloud oder die offene Frage, um zu verschiedenen Fragen mithilfe von offenen Antworten eine Darstellung des Stimmungsbildes zu erhalten. Zusätzlich können Sie auch Stimmungsbilder mithilfe von Single-Choice-Fragen wie „Hat die Lehrveranstaltung insgesamt Ihren Erwartungen entsprochen?“ erfragen. Eine Anleitung zur Durchführung einer Wordcloud-Abfrage finden Sie im MyLEARN Guide. TIPP: In den Musterfragen finden Sie vorformulierte Fragen zur Erwartungsabfrage!

Letter to a Future Student

Wenn Sie nach einer ausführlicheren Variante suchen, können Sie Ihre Studierenden am Ende der Lehrveranstaltung auch darum bitten, einen Brief an eine*n nachfolgende*n Studierende*n zu schreiben, in dem sie Bilanz ziehen.

Beispielfragen
  • Gut habe ich gefunden … 
  • Das würde ich ändern … 
  • Gefehlt hat mir…
  • Das möchte ich für mich aus der Lehrveranstaltung mitnehmen…
  • Außerdem wollte ich noch sagen … 
  • Hat die Lehrveranstaltung insgesamt Ihren Erwartungen entsprochen?
  • Können Sie aus der Lehrveranstaltung etwas mitnehmen?
Was?

Lassen Sie die Studierenden mithilfe einer Single-Choice-Frage ihre Stimmung anhand einer Skala festlegen.

Wofür? Bereiten Sie ein Plakat mit einer Skala vor. Lassen Sie die Studierenden z. B. mithilfe von Klebepunkten ihre Position auf der Skala bestimmen. Fragen Sie nach, wenn das Stimmungsbarometer ein sehr widersprüchliches oder negatives Ergebnis abbildet.
Wie? Lassen Sie die Studierenden mithilfe einer Single-Choice-Frage ihre Stimmung anhand einer Skala festlegen. Achten Sie darauf, dass Sie die Skala nicht zu breit fächern.
Fast Feedback

Eine punktuelle Stimmungsabfrage, aber auch Feedback im Zeitverlauf lässt sich einfach im Fast Feedback durch ein „Ad hoc Feedback“ bzw. ein „Feedback im Zeitverlauf“ umsetzen. Das Ergebnis in Form eines Balkendiagramms können Sie direkt mit den Studierenden besprechen. Ein Feedback im Zeitverlauf ermöglicht es, die Stimmung in verschiedenen Einheiten oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Semesters zu vergleichen. 

Eine Anleitung zur Durchführung finden Sie im MyLEARN Guide
TIPP: Im Musterfragenkatalog des WU Fast Feedback Ad-hoc Feedbacks finden Sie vorformulierte Fragen!

Beispielfragen
  • Meine Stimmung ist gerade: (sehr gut – gut – eher nicht so gut)
  • Ich fühle mich gerade (ein Wort als Antwort):
  • Ich bin mit meinem Lernfortschritt in der Lehrveranstaltung: (zufrieden – nicht zufrieden)
  • Ich kann der Lehrveranstaltung bis jetzt gut folgen: (ja – nein)
Weiterführende Informationen
Was? Fordern Sie die Studierenden auf, zu konkreten Aspekten der Lehrtätigkeit und des Lernprozesses Stellung zu nehmen. Erfragen Sie von den Studierenden ein bis zwei Dinge, die sie beim Lernen besonders unterstützen, ein bis zwei Dinge, die sie beim Lernen besonders beeinträchtigen, und ein bis zwei konkrete Vorschläge, was verändert werden könnte, um sie beim Lernen zu unterstützen.
Wofür? Sie erhalten Rückmeldungen zur eigenen Lehrtätigkeit und können Veränderungspotentiale erkennen. Die Rückmeldungen gehen bei dieser Methode über bloßes „Gefallen“ und „Nichtgefallen“ hinaus. 
Studierende können ihren eigenen Lernprozess reflektieren, an der Gestaltung der Lehr-/Lernprozesse aktiv teilnehmen und sich anonym zur Lehrtätigkeit äußern.
Wie? Bereiten Sie einen Bogen mit drei Fragen vor (siehe Beispielfragen) und lassen Sie diesen in der Lehrveranstaltung von den Studierenden ausfüllen. Gehen Sie in der nächsten Lehrveranstaltungseinheit auf die drei gestellten Fragen ein und diskutieren Sie Lösungsansätze mit den Studierenden.
Fast Feedback

Lassen Sie die Studierenden die drei Fragen mittels der Wordcloud beantworten. Durch die Reduzierung auf ein Wort bekommen Sie fokussierte Antworten und erkennen Dopplungen bzw. vermehrt auftretende Antworten auf einen Blick. Eine Anleitung zur Durchführung eines Kurzfragebogens finden Sie im MyLEARN Guide

TIPP: Im Musterfragenkatalog des WU Fast Feedback Kurzfragebogens finden Sie vorformulierte Fragen!

Beispielfragen
  • Was würde Sie beim Lernen besonders unterstützen? (offen)
  • Was beeinträchtigt Sie gerade besonders beim Lernen? (offen)
  • Was müsste sich ändern, damit Sie besser lernen können? (offen)
Weiterführende Informationen 3-Fragen-Feedback, BoKu
Was? Geben Sie Studierenden die Möglichkeit, Feedback zu Ihrer Lehrveranstaltung zu geben. Studierende sind dabei angehalten, vorgegebene Sätze zu beantworten.
Wie?

Hängen Sie Plakate mit Satzanfängen im Raum auf, die die Studierenden dann vervollständigen. z. B.: 

  • „Der interessanteste Teil dieser Lehrveranstaltung war …“
  • „Meiner Meinung nach sollte die Lehrveranstaltung …“

Gehen Sie danach das Feedback gemeinsam durch und lassen Sie die Studierenden gegebenenfalls kurz Stellung nehmen. 

Variante Impulssätze können auch als Thesen zu einer Theorie notiert werden. Sie bitten dann die Studierenden, die These in kleinen Gruppen zu diskutieren. Nach 10 Minuten gehen die Gruppen weiter zum nächsten Plakat. In einer anschließenden Plenumsdiskussion können Sie das Ergebnis gemeinsam einordnen.
Wofür?

Besonders nach längeren Inputphasen geben die Impulssätze den Studierenden wieder die Möglichkeit, aktiv zu werden. Sie werden dazu angeregt, selbst zu reflektieren und nicht nur bereits gehörte Antworten zu wiederholen.

Sie können so Feedback in kleinen LV-Gruppen interaktiv einholen und Anhaltspunkte zu verschiedenen Aspekten der Lehrveranstaltungen erhalten.

Fast Feedback Generieren Sie mithilfe der Wordcloud einzelne, oder mithilfe des Kurzfragebogens verschiedene Satzanfänge, die die Studierenden beantworten können. Das Ergebnis in Form der Wordcloud kann dann im Plenum besprochen werden. Eine Anleitung zur Durchführung eines Kurzfragebogens finden Sie im MyLEARN Guide. TIPP: Im Musterfragenkatalog des WU Fast Feedback Kurzfragebogens finden Sie vorformulierte Fragen!
Beispielfragen
  • Der interessanteste Teil dieser LV-Einheit war … (offen oder Wordcloud)
  • Meiner Meinung nach sollte die Lehrveranstaltung … (offen)
  • Unklar ist mir bis jetzt noch… (offen) 
  • Hilfreich war für mich, wenn… (offen)
  • Ich würde gerne … vertiefen (offen oder Worcloud)
Weiterführende Informationen Feedback-Methodenbar, Ladwig, A. & Auferkorte-Michaelis, N., Universität Duisburg-Essen, ZfH
Wie?

Bei der klassischen Fishbowl diskutieren die Studierenden im inneren Kreis ein Problem bzw. eine Frage. Die Studierenden im äußeren Kreis machen sich Notizen, nehmen aber nicht an der Diskussion teil.

Bei der offenen Fishbowl wird im inneren Kreis zusätzlich ein freier Sessel bereitgestellt. Studierende im äußeren Kreis dürfen jederzeit auf den freien Platz wechseln und einen Diskussionsbeitrag leisten. Danach kehren sie wieder in den äußeren Kreis zurück.

  1. Leiten Sie die Fishbowl ein, indem Sie den Studierenden den Ablauf erklären. 
  2. Sollten sich die Studierenden untereinander noch nicht kennen, planen Sie eine kurze Vorstellungsrunde ein. 
  3. Teilen Sie die Studierenden in zwei Gruppen ein, so dass ein Teil den inneren Kreis und der Rest den äußeren Kreis bildet.
  4. Stellen Sie dann eine offene Frage oder thematisieren Sie ein Problem, das in der Fishbowl diskutiert werden soll. Räumen Sie den Studierenden Zeit ein, um die Frage bzw. das Problem zu diskutieren und sich Notizen zu machen.
  5. Leiten Sie die Diskussion ein und fordern Sie alle Studierenden auf, sich daran zu beteiligen. Sie können die Diskussion fördern, indem Sie gezielte Fragen einbringen.
  6. Werten Sie die Diskussion mit den Studierenden aus, indem Sie Fragen zum Ablauf und zu den Ergebnissen stellen. Formulieren Sie gemeinsam mit den Studierenden Handlungsempfehlungen.
Wofür? Eine Fishbowl dient dazu, Feedback am Ende einer LV-Einheit oder im Anschluss an Gruppenarbeiten einzuholen. In interaktionsorientierten Lehrveranstaltungen ermöglicht sie einen offenen Austausch. Zusätzlich können Probleme, wie z. B. Gruppenkonflikte, damit analysiert und gelöst werden.
Weiterführende Informationen Fishbow-Diskussion, Methodenkartei der Universität Oldenburg
Wie? Eine Gruppe Studierender fungiert während des Semesters als Sprachrohr für alle teilnehmenden Studierenden und gibt die Rückmeldungen der Kolleg*innen mehrmals an Sie weiter. Die Gruppe besteht aus 5-10 Freiwilligen, die ca. zwei bis drei Mal im Semester Feedback einholen. 
Die Mitglieder des Sounding Boards fragen bei jeweils 5-10 Kolleg*innen nach, was unklar geblieben ist, was Schwierigkeiten verursachte oder was die Befragten gut bzw. schlecht fanden. Im Anschluss berichtet Ihnen das Sounding Board über die Rückmeldungen der Studierenden.
Kommunizieren Sie die Ergebnisse an die gesamte Gruppe, indem Sie in der Lehrveranstaltung auf Feedback aus dem Sounding Board verweisen. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn Sie etwas wiederholen, weil rückgemeldet wurde, dass dieser Punkt für viele Studierende unklar geblieben ist.
Erklären Sie zu Beginn der Lehrveranstaltung das Konzept des Sounding Boards ausführlich. Es empfiehlt sich außerdem zu begründen, warum Sie das Sounding Board einsetzen wollen und welchen Mehrwert dieses für Studierende hat.
Wofür? Sie können damit in Großlehrveranstaltungen LV-begleitendes Feedback einholen und ein umfassendes Bild erhalten.
Variante Steht Ihnen nur wenig Zeit zur Verfügung, können Sie die Rückmeldungen des Sounding Boards während des Semesters auch per E-Mail einholen und zu Semesterende ein abschließendes Treffen einberufen.
Weiterführende Informationen Resonanzgruppen, Steiner, K., Kerler, M., Gutknecht-Gmeiner, M., QualiTools – Methoden zur Qualitätssicherung im Training von Gruppen, abif – Analyse, Beratung und interdisziplinäre Forschung, ab Seite 39.
Wie? Die Studierenden beantworten kurz schriftlich, was das Wichtigste war, das sie heute gelernt haben, und geben eine wesentliche Frage an, die unbeantwortet geblieben ist. 
Wofür? Sie können überprüfen, was die Studierenden gelernt haben und was sie als relevant erachtet haben. Studierende können das eigene Verständnis überprüfen, über Inhalte der Lehrveranstaltung reflektieren und rechtzeitig Unklarheiten beseitigen.
Varianten Chain-Notes: Geben Sie ein großes Kuvert durch, auf dem eine Frage notiert ist. Jede*r Studierende hat etwa eine Minute Zeit, um die Frage auf einem Kärtchen zu beantworten, es in den Umschlag zu stecken und diesen weiterzugeben. Anregungen für Fragestellungen finden Sie im Feedback-Fragenpool
The Muddiest Point: Erfragen Sie von den Studierenden, welcher wesentliche inhaltliche Aspekt für sie in der LV-Einheit unklar geblieben ist.
Weiterführende Informationen
Wie?

Fordern Sie die Studierenden dazu auf, zur Lehrveranstaltung, zur Einheit oder zu konkreten Aspekten Stellung zu nehmen. Greifen Sie z. B. folgende Fragen auf:

  • Was nehmen Sie aus der heutigen LV-Einheit mit?
  • Was war aus Ihrer Sicht weniger relevant?
  • Wie haben Sie die Zusammenarbeit in der Gruppe erlebt?
Wofür? Sie können die Stimmung der Studierenden einschätzen, Zufriedenheit und Probleme erfragen und Probleme (v. a. in Gruppenprozessen) aufdecken. Studierende erhalten die Möglichkeit, sich zu äußern.
Varianten

Würfeln: Lassen Sie die Studierenden würfeln. Die Studierenden beantworten eine Frage, die der jeweiligen Würfelzahl zugeordnet ist. 


Stimmungsbarometer: Erfassen Sie die Stimmung der Studierenden mithilfe eines Stimmungsbarometers. Sie können z. B. eine Skala auf eine Flipchart zeichnen, auf der die Studierenden ihre Stimmung mit einem Klebepunkt bekanntgeben. 

Wie?

Lassen Sie die Studierenden eine oder mehrere Fragen, z. B. zu ihren Erwartungen an die Lehrveranstaltung oder ihrem Lernprozess, auf Moderationskärtchen beantworten. Anschließend werden die Antworten im Plenum thematisch geclustert und diskutiert.

Bereiten Sie die Kartenabfrage vor, indem Sie 

  • ein Flipchart oder eine Pinnwand und Pins bereitstellen
  • die Feedbackfragen auf dem Flipchart notieren oder Kärtchen mit den Fragen an die Pinnwand heften
  • leere Moderationskärtchen und Stifte an die Studierenden verteilen.

Geben Sie den Studierenden ausreichend Zeit für die Beantwortung der Fragen und lassen Sie sie die Kärtchen zu den Fragen an die Pinnwand heften.
Clustern Sie die Antworten thematisch (mit oder ohne Hilfe der Studierenden) und gehen Sie auf die Relevanz der Antworten ein. Dabei können Sie auch Unklarheiten thematisieren und beseitigen.
Halten Sie die Ergebnisse fest, indem Sie das Flipchart oder die Pinnwand fotografieren und dies den Studierenden zur Verfügung stellen.

Wofür? Eine Kartenabfrage eignet sich für interaktives Feedback in kleinen Lehrveranstaltungen und für situatives Feedback im Verlauf des Semesters. Sie macht die Stimmungslage für alle Studierenden sichtbar und kann direkt im Anschluss mit ihnen besprochen werden.
Weiterführende Informationen Feedback-Methodenbar, Ladwig, A. & Auferkorte-Michaelis, N., Universität Duisburg-Essen, ZfH
Wie? Ordnen Sie den Zahlen 1 bis 6 des Würfels jeweils eine Feedbackfrage zu. Lassen Sie dann die Studierenden in der Lehrveranstaltung reihum würfeln und die entsprechende Frage direkt beantworten.
Wofür? Würfeln aktiviert die Studierenden und eignet sich daher gut als Feedbackmethode nach einer längeren Inputphase.
Sie können Feedback in kleinen LV-Gruppen interaktiv einholen und Anhaltspunkte zu verschiedenen Aspekten der Lehrveranstaltung erhalten.
Weiterführende Informationen Würfelfeedback, Methodenkartei der Universität Oldenburg

​ 

Empfohlene Zitierweise:
Feedback in der Lehre, Teaching & Learning Academy, Wirtschaftsuniversität Wien, https://learn.wu.ac.at/open/tlac/feedbacklehre, Oktober 2020.


Dieser Text ist lizenziert unter Creative Commons
Namensnennung – Nicht-kommerziell – Share Alike 4.0 International (CC BY-SA 4.0 International)
Mehr Informationen unter https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/legalcode.de