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Ideen für den persönlichen Austausch in Online-LVs

Ein Aspekt, der in der virtuellen Lehre – und der virtuellen Kommunikation im Allgemeinen – oft in den Hintergrund rückt, ist die soziale Interaktion. Für Lehrende ist diese wichtig, um abschätzen zu können, auf welchem Wissensstand sich die Studierenden befinden. Für Studierende fehlt darüber hinaus die Möglichkeit, wichtige soziale Netzwerke aufzubauen. Wir geben Ihnen Anregungen, wie Sie die persönliche Interaktion in Online-Lehrveranstaltungen fördern können.

Kennenlernen

Zu Beginn des Semesters können Sie die Lehrveranstaltung mit einem kurzen Kennenlernen im Stile eines Online „Speed Dating“ starten. Richten Sie dafür Break-Out Räume für Gruppen von 3-4 Personen ein und stellen Sie den Studierenden eine Frage zur Verfügung, die nicht direkt mit der Lehrveranstaltung in Verbindung steht und anhand derer sie sich untereinander austauschen können. Nach einigen Minuten werden die Gruppen neu zusammengesetzt und erhalten eine weitere Frage. Am Ende kennen alle Studierenden einander persönlich, wodurch ein Grundstein für den Aufbau weiterer sozialer Kontakte gelegt ist.

Eine beliebte Variante sind auch Positionierungen im (digitalen) Raum. Dabei stellen Sie den Studierenden bestimmte Fragen und diese „sortieren“ sich nach Ausprägung und Zustimmung. Diese Methode eignet sich zum Kennenlernen („Wer ist gerade am weitesten entfernt vom WU Campus?“) als Eisbrecher („Wie gut gelaunt sind Sie?“) oder um Interessen und Vorwissen abzufragen. Bei laufenden Webcams können Studierende mit dem Gesicht nah kommen oder sich entfernen – je nachdem wie sehr sie zustimmen oder nicht. Bei Lehrveranstaltungen ohne Kamera haben sich digitale Whiteboards wie Mural bewährt. Studierende können sich dort zum Beispiel mit einem Foto und ihrem Namen entlang einer Linie anordnen. Auch Studierende erfahren dadurch, wer ähnliche Interessen, Wohnorte, Vorkenntnisse etc. hat und können somit leichter ins Gespräch kommen.

Wie Sie diese Methoden in einem Präsenzsetting einsetzen können sowie eine Übersicht über verschiedene Kennenlernmethoden, sowohl für Präsenz- als auch Onlineunterricht, finden Sie in der Teaching and Learning Academy – TLAc.

Lockere Gesprächsatmosphäre aufbauen

Um eine lockere Gesprächsatmosphäre aufzubauen, können Sie den Studierenden zu Beginn vorschlagen, den „Together Mode“ auf Teams einzuschalten, in dem Teilnehmende einer Videokonferenz beispielsweise in einem Hörsaal dargestellt werden.

Für Lehrveranstaltungen im Rahmen einer Videokonferenz bieten sich zudem kurze  „Warm-Ups“ an, um die Atmosphäre aufzulockern und die Studierenden zu motivieren, ihre Kamera eingeschaltet zu lassen und sich zu Beginn und während der Lehrveranstaltung zu Wort zu melden. Eine bekannte Warm-Up Methode ist eine Ja-Nein Fragerunde mit Post-Its. Fordern Sie die Studierenden auf, ihre Kamera mit einem Post-It abzukleben. Überlegen Sie sich vorab einige Fragen zum Kontext der Lehrveranstaltung, die die Studierenden mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten können. Alle, die eine Frage bejahen, nehmen das Post-It von ihrer Kamera. So erhalten Sie ein Meinungsbild zu einem bestimmten Thema der Lehrveranstaltung. Um eine aufgelockerte und kommunikative Atmosphäre zu schaffen, können Sie auch einige humorvolle Fragen abseits der LV-Inhalte einbauen und die Studierenden im Vorfeld auffordern, sich eigene Fragen zu überlegen.

Pausengestaltung

Auch kurze Pausen (abseits der offiziellen Pausen) können in der virtuellen Lehrveranstaltung verwendet werden, um die soziale Interaktion zu fördern. Dazu gibt es zahlreiche Methoden für unterschiedliche Pausen-Szenarien, z. B. um Wissen auszutauschen, Kreativität zu fördern oder das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Zudem können Sie freiwillige Kaffeepausen anbieten, um informell mit den Studierenden zu sprechen. Durch das Angebot virtueller Sprechstunden schaffen Sie zusätzlich Raum zwischen den LV-Einheiten für soziale Interaktion mit den Studierenden.