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2.1 Die erste Einheit

Dieses Kapitel führt - als Checkliste -  die Elemente an, die i. d. R. zu Beginn einer Lehrveranstaltung oder eines Seminars behandelt werden.

Ein oft verwendetes methodisches Element in der ersten Einheit ist die eigene Vorstellung. Die Studierenden lernen Sie dadurch ein wenig kennen. Es ist sinnvoll, wenn Sie sich zu Beginn überlegen, was Sie transportieren möchten. Bspw. könnte die eigene Vorstellung dazu dienen, den Studierenden die Scheu zu nehmen, Fragen zu stellen und sich am Unterricht zu beteiligen. Sie können sich durch die gezielte Wahl Ihrer curricularen Infos so positionieren, wie das im LV-Setting nützlich erscheint. Ihre Vorstellung ist der erste, grundlegende Schritt für ein gutes Arbeitsklima in der Lehrveranstaltung und für eine spätere Aktivierung der Studierenden.

Planen Sie im Vorfeld, wie Sie sich in der Lehrveranstaltung positionieren möchten und was Sie dadurch erreichen möchten. Überlegen Sie sich die Botschaft hinter der Vorstellung und stellen Sie sich entlang Ihres Plans kurz vor (z. B. Name, berufliche Laufbahn, Lehrerfahrungen). Organisatorisch empfehlen wir zu Beginn anzuführen, wie Sie zu erreichen sind (E-Mail, Telefon) und wann Ihre Sprechstunde stattfindet. Das signalisiert nicht nur Gesprächsbereitschaft, sondern kanalisiert die Kommunikation in die für Sie angenehmen Kanäle (siehe Vorstellung der Lehrveranstaltung unterhalb).

Wir empfehlen vor allem in größeren Lehrveranstaltungen ebenso einen kurzen Foliensatz und/oder eine Handreichung zu den organisatorischen Rahmenbedingungen zu machen und diese auf LEARN bzw. in das Vorlesungsverzeichnis einzupflegen. Das hilft Ihnen Zeit in der Beantwortung organisatorischer Fragen zu sparen, da Sie schlichtweg auf die Onlinequellen verweisen können.

Die Studierenden können sich mit unterschiedlichen Methoden einander vorstellen, um das kommunikative Eis zu brechen, das in Unterrichtssettings existiert. Die Gruppe lernt sich dadurch ein wenig kennen, spätere Gruppenbildungen können erleichtert und Unsicherheiten, sich zu Wort zu melden, vermindert werden. Vorstellrunden sind der erste Schritt, um Vertrauen zur Gruppe aufzubauen und um Interessen oder Erfahrungshorizonte der Studienkolleg/inn/en herauszufinden.

Sie können sich mit diesen Methoden auch selbst vorstellen und somit mehr und nähere Informationen als bei der kurzen Selbstvorstellung zu Beginn geben.
Eine Auflistung von Methoden, um sich vorzustellen und kennenzulernen finden Sie unter Kennenlernen.

Ein wesentlicher Aspekt der ersten Einheit ist es, den Studierenden einen Überblick über die Lehrveranstaltung zu geben. In diesem Zusammenhang sind Arbeitsaufträge und das Zustandekommen der Note von Bedeutung. Je genauer Sie die Informationen für die Studierenden aufbereiten, desto weniger Fragen und Probleme treten während der Lehrveranstaltung auf.

Da diese Informationen oft sehr umfangreich sind, ist es von Vorteil einen Übersichtsplan der Lehrveranstaltung an die Studierenden auszuteilen. Geben Sie in diesem Handout einen Überblick über alle Termine (inkl. Räumlichkeiten) und die in den jeweiligen Einheiten behandelten Themen oder verweisen Sie auf das Vorlesungsverzeichnis oder auf den Syllabus in MyLEARN. Listen Sie außerdem alle zu erbringenden Leistungen (Seminararbeiten, Präsentationen, Prüfungen etc.) und deren Gewichtung bei der Beurteilung auf. Erläutern Sie diese Arbeitsaufträge anschließend näher durch genaue Anweisungen, Gewichtung, Abgabetermin, Abgabeort, Art der Abgabe (digital oder ausgedruckt). Ergänzend dazu sollten Sie auch einen eventuellen Prüfungsstoff und einen möglicherweise angebotenen Nachholtermin anführen. Die Studierenden erhalten durch Ihr Handout einen genauen Überblick über Ihre Lehrveranstaltung und können sich so die Arbeitsaufträge einteilen und fristgerecht abgeben.

Wenn Arbeitsaufträge in Gruppen zu erledigen sind, kann an dieser Stelle gleich die Gruppeneinteilung für Arbeitsaufträge vorgenommen werden (vgl. Gruppeneinteilung).

Klären Sie gewisse Regelungen (z. B. Anwesenheitspflicht) Ihrer Lehrveranstaltung gleich zu Beginn, um eine gelungene Kommunikation mit den Studierenden und einen geregelten, strukturierten Ablauf der Lehrveranstaltung zu garantieren.
Erklären Sie den Studierenden, wie die Anwesenheit in Ihrer Lehrveranstaltung geregelt ist. Informieren Sie sie gleich zu Beginn darüber, wie viele Einheiten sie maximal fehlen dürfen. Lassen Sie sie außerdem wissen, dass sie keine positive Note erhalten können, sollten sie mehr Einheiten als erlaubt fehlen. Kommunizieren Sie ebenfalls am Anfang der Lehrveranstaltung, ob Pausen in den Einheiten stattfinden und ob Essen, Trinken, Smartphones etc. während der Lehrveranstaltung erlaubt sind.

Die Studierenden müssen wissen, wie sie Sie bei Rückfragen oder Unklarheiten erreichen können. Teilen Sie ihnen Ihre Erreichbarkeit mit und informieren Sie sie über verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten (E-Mail, Sprechstunde, Forum…). Falls ein Tutorium zu Ihrer Lehrveranstaltung angeboten wird, erwähnen Sie auch das!



Empfohlene Zitierweise:
Die erste Einheit, Teaching & Learning Academy, Wirtschaftsuniversität Wien, https://learn.wu.ac.at/open/tlac/ersteeinheit, November 2019.


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