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3.7 Externe Ressourcen

Open Educational Ressources

Open Educational Resources (OER) oder offene Bildungsressourcen sind kostenlose und frei zugängliche Materialien, die einen direkten Bezug zur Verwendung in einem pädagogischen Zusammenhang haben. Unter welchen Bedingungen Sie OER in Ihrer Lehre nutzen können, wird über Lizenzen festgelegt. Die am häufigsten eingesetzten Lizenzen sind die Creative Commons-Lizenzen (externer Link). Detailinformationen zu Creative Commons (CC) finden Sie unter Rechtliche Grundlagen.

Als Lehrende/r müssen Sie nicht alle Materialien für Ihre Lehrveranstaltung selbst erstellen, sondern können auf bereits vorhandene Open Educational Ressources zurückgreifen und diese einsetzen oder adaptiert verwenden. Dies ist vor allem bei multimedialen Materialien sinnvoll und spart Ihnen Zeit, aber auch frei zugängliche Übungen, Quiz- und Testfragen können Sie in Ihrer Lehre integrieren. Bei der Verwendung von CC-lizenzierten Materialien müssen Sie sich auch keine Gedanken über Urheberschaft machen oder die Nutzungsrechte einholen. 

Die Bandbreite von OER ist groß und reicht von weniger umfangreichen Materialien bis hin zu Videos, Animationen oder kleineren themenspezifischen Lernsequenzen. Wesentlich ist die didaktische Integration von OER, die letztlich vom didaktischen Design Ihrer Lehrveranstaltung abhängt. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Voraussetzungen für die Bearbeitung der Materialien im Hinblick auf sprachliche, kulturelle und methodische Adaptionen gegeben sind. Prüfen Sie daher, ob die Lizenz eine Bearbeitung grundsätzlich erlaubt und ob das Material in einem Format vorliegt, welches Ihnen die Bearbeitung ermöglicht. 

Es gibt auch Lehr-/Lernsettings, in denen OER in unveränderter Form eingesetzt werden können. Sie können den Studierenden bspw. eine lose Sammlung von Materialien auf einer Lernplattform bereitstellen, sodass sich diese eigenverantwortlich mit einem Thema vertieft auseinandersetzen können.

Die große Stärke von OER liegt in der Rechtssicherheit für Sie als Lehrende/r, da die CC-Lizenzen die Verwendung der Materialien juristisch abgesichert eindeutig festlegen. Je nach Art der Lizenz können Sie OER einfach nur nutzen oder sie adaptiert in Ihrer Lehre einsetzen ohne sich in einem urheberrechtlichen Graubereich zu bewegen. 

Mit OER können Sie ihren Studierenden auch eine größere Materialvielfalt (Video, Audio, Simulation) anbieten, die aus Zeitgründen oder aufgrund von fehlendem Technologie-Know-How ohne OER nicht garantiert werden könnte. OER können durch ihre Adaptierbarkeit flexibel in unterschiedlichen Lehr-/Lernsettings verwendet werden und tragen so zur Methodenvielfalt in der Lehre bei. 

Sie können auch davon ausgehen, dass Sie qualitätsvolle OER finden werden. Denn Lehrende, die ihre Materialien frei zugänglich zur Verfügung stellen, sind in der Regel auch darauf bedacht, diese in hoher Qualität bereitzustellen. Feedback und Rückmeldung von anderen tragen noch zu einer Qualitätssteigerung der veröffentlichten Materialien bei. 

Schließlich können Open Educational Ressources aufgrund ihrer hohen Reichweite dazu beitragen, die Leistungen von Lehrenden nach außen hin sichtbar zu machen. Dies ist ein wichtiger Aspekt vor dem Hintergrund der allseits diskutierten Entwicklungen in der digitalen Lehre. 

OER sind vielfältig und befolgen keine normierten Qualitäts-Kriterien oder Erstellungs-Richtlinien. Manche OER-Communities haben jedoch bereits Qualitätssicherungssysteme umgesetzt, wie etwa das Portal Merlot (externer Link). Dieses veröffentlicht nur OER, die ein Peer Review-Verfahren durchlaufen haben. Letztlich müssen aber Sie selbst die Qualität und Eignung einer OER bewerten.  

Sie sollten auch bei frei lizenzierten Materialien die Quellen prüfen, um sicher zu sein, dass sowohl die Lizenz als auch alle anderen erforderlichen Angaben für die korrekte Zitierung der Materialien vollständig und korrekt vorhanden sind. Die TULLU-Regel ist ein einfaches Instrument, das Sie bei der Prüfung der Angaben unterstützt. Informationen dazu finden Sie unter Rechtliche Grundlagen. Grundsätzlich kann eine aktive OER-Community und die Reputation der Betreiber/innen von OER-Datenbanken und Repositorien ein Hinweis auf die Seriosität der Quelle sein. 

Da OER dezentral organisiert sind - es gibt kein zentrales OER-Verzeichnis - kann die Suche nach geeigneten OER, zumindest anfänglich, zeitintensiv sein. Insbesondere im deutschsprachigen Raum sind nicht für alle Themenbereiche ausreichend viele OER vorhanden, um rasch einen passenden Inhalt zu finden. Deutlich besser sieht es bei englischsprachigen OER aus. Bei der Recherche nach OER fällt auf, dass Suchfunktionen zwar häufig eine Filtermöglichkeit nach Lizenzen, jedoch keine nach Bildungsressourcen bieten (z. B. bei Vimeo). Die Ergebnisliste enthält dann Materialien, die unter einer CC-Lizenz veröffentlicht sind, aber es handelt sich dabei nicht immer um Bildungsmaterialien. In diesem Fall müssen Sie die Ressourcen der Ergebnisliste händisch filtern. 

TIPP: Möchten Sie OER für Ihre Zwecke adaptieren, dann achten Sie darauf, dass Sie diese auch bearbeiten können. 

Lehrende können aus unterschiedlichen Gründen OER selbst erstellen wollen:

  • OER, die verbreitet und von anderen genutzt werden, tragen zur Reputation von Lehrenden bei.
  • Sie eröffnen Lehrenden die Möglichkeit, sich über OER Communities mit anderen zu vernetzen und auszutauschen.
  • Das direkte Feedback führt zur Steigerung der Qualität der eigenen Bildungsmaterialien. 
  • Schließlich erfordert die Entwicklung von OER auch die Auseinandersetzung mit digitalen Technologien, wodurch der eigene Kompetenzaufbau gefördert wird.  

Grundsätzlich lassen sich OER ähnlich wie andere Lehrmaterialien erstellen, allerdings müssen Sie noch ein paar Dinge beachten. 

1. Wählen Sie die richtige Lizenz  
Zentral ist, dass Sie Ihre Materialien als OER kennzeichnen, indem Sie diese mit der gewünschten CC-Lizenz versehen. 

Dies stellt kein Problem dar, wenn Sie das gesamte Material selbst entwickelt haben. Aufpassen müssen Sie, wenn Sie beim Erstellen Ihrer Bildungsmaterialien auch fremde Inhalte integrieren möchten. Was ist z. B. zu tun, wenn Sie in Ihren Bildungsmaterialien andere OER-Inhalte verwenden möchten? In diesem Fall müssen Sie prüfen, ob die Materialien gemeinsam zu einer neuen offenen Bildungsressource verarbeitet werden dürfen. Detailinformationen zu Creative Commons und darüber, wie Sie Ihre Materialien mit einer CC-Lizenz versehen, finden Sie unter Rechtliche Grundlagen. Nachfolgende Tabelle zeigt, welche Kombinationen möglich sind. 


Abb. 1

TIPP: Stellen Sie sicher, dass Sie in Ihren Materialien keine urheberrechtlich geschützten Inhalte Dritter verwenden, es sei denn, Sie haben die Einwilligung des/der Urheber/in eingeholt!

Detailinformationen zu Creative Commons und darüber, wie Sie Ihre Materialien mit einer CC-Lizenz versehen, finden Sie unter Rechtliche Grundlagen.

2. Stellen Sie Ihr Material in einem bearbeitbaren Format bereit
Für Tabellen, Texte und Präsentationen eignet sich die kostenlose Bürosoftware LibreOffice (externer Link). Damit stellen Sie sicher, dass Nutzer/innen, die über kein Microsoft Office Paket verfügen, ihre Materialien weiterbearbeiten können. LibreOffice ist mit Microsoft Office kompatibel.

Für Bildschirmaufnahmen und zur generellen Videobearbeitung eignet sich insbesondere Camtasia (externer Link). Für Linux-Fans bietet sich die kostenlose Software Avidemux (externer Link) an, um Videodateien in verschiedenen Formaten zu laden, zu schneiden und zu speichern. Audiodokumente und Podcasts können Sie mit dem Open Source-Programm Audacity schneiden. 

WU-HINWEIS: Die Software Camtasia wird an der WU von den IT-Services angeboten.

Zur Bildbearbeitung empfiehlt sich Gimp (externer Link). Es ist für verschiedene Betriebssysteme verfügbar, u. a. Linux, Mac OS X und Windows und kann auch ohne Installation direkt vom USB-Stick genutzt werden: Gimp Portable (externer Link).

WU-HINWEIS: Gimp ist auf den Arbeitsrechnern der WU vorinstalliert.

Möchten Sie eine eigenen Webseite oder einen Blog erstellen, können Sie dies am besten mit der Open Source Software Wordpress (externer Link) tun. 

3. Überlegen Sie, wie Sie Ihre OER verbreiten möchten
Sie können Ihre OER auf verschiedene Weise zugänglich machen. Auf individueller Ebene bietet sich die Veröffentlichung über eine eigene Website, z. B. mittels Wordpress, an. 

Sie können Ihre Materialien aber auch einem breiteren Publikum zur Verfügung stellen. Dazu bieten sich einerseits OER-Portale wie MERLOT (externer Link) an (Funktion „add a material to Merlot“) oder etablierte Systeme, über die Sie eigene Textseiten veröffentlichen oder Materialien zum Download anbieten können, wie z. B. Github (externer Link) (Github wurde ursprünglich als Online-Dienst zur Versionsverwaltung von Software-Projekten ins Leben gerufen). 

Die folgenden Portale bieten umfangreiche Sammlungen offener Bildungsressourcen und sind ein guter Einstieg in die Welt von OER:

  • Merlot (externer Link) ist eine sehr umfangreiche Sammlung an qualitätsgesicherten Bildungsmaterialien, die einen Peer-Review Prozess durchlaufen haben. Die Bandbreite der Materialien ist groß und reicht von Aufgaben und Arbeitsblättern bis hin zu Case Studies und Tutorials. 
    Nach Eingabe eines Suchbegriffs können Sie die Ergebnisliste mithilfe verschiedener Filter, z. B. discipline, material type etc., einschränken oder Sie nutzen die Funktion „browse by discipline“ und klicken sich in eine der untergeordneten Fachbereiche, z. B. Business und dann Marketing. Sie können auch durch die Bookmark-Sammlungen oder Learning Exercises stöbern.
  • OER Commons (externer Link) bietet über 25.000 offene Bildungsmaterialien, beginnend mit Aufgaben und Übungen bis hin zu ganzen Kursen. Sie können über die Discover-Funktion entweder einzelne OER suchen, themenspezifische Sammlungen durchblättern oder nach Anbietern filtern. Zu jedem Suchergebnis werden Informationen zu Lizenz, Fachbereich, Materialtyp und Anbieter bereitgestellt. 
  • Das Portal OpenStax (externer Link) ist auf elektronische Bücher und Inhaltsseiten spezialisiert. Diese sind nach Fachbereich und Erscheinungsjahr geordnet. Alle Materialien können als PDF-Dateien, im EPUB-Format oder als ZIP-Datei heruntergeladen werden. 

Videos spielen in der Lehre eine wichtige Rolle und entsprechend zahlreiche Videos werden auch als offene Bildungsmaterialien angeboten. 

  • Auf TEDEd (externer Link) finden Sie Videos, Aufzeichnungen von Vorträgen, Lessons, die aus Videos, vertiefenden Inhalten in Form von Hyper-Texten sowie Multiple Choice Fragen, offenen Fragen bestehen, die Sie nach Fachbereich filtern können (um alle Ressourcen nutzen zu können, benötigen Sie einen kostenlosen Account) und Series, die mehrere Videos zu einem Thema zusammenfassen. 
  • Sie können bei Vimeo (externer Link) nach Videos mit Creative Commons-Lizenzen (externer Link) suchen. Vimeo bietet zwar keine Einschränkung auf Bildungsressourcen an, ermöglicht jedoch - nach Eingabe eines Suchbegriffs - die Ergebnisliste nach Kategorien, wie z. B. Vortrag, Animation, Dokumentation u. v. m. zu filtern. Als Lehrende/r müssen Sie dann die einzelnen Ressourcen hinsichtlich ihrer Eignung für die Verwendung in der Lehre bewerten.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche (universitäre) Repositorien mit Vorlesungsaufzeichnungen aus verschiedenen Fachbereichen, wie z. B. Lecture2go (externer Link), die zentrale Medienplattform der Universität Hamburg, oder podcampus (externer Link), wo Beiträge aus Wissenschaft und Forschung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als Audio- oder Videodateien veröffentlicht sind.  

Sollten Sie Ihre OER-Sammlung noch nicht gefunden haben, so bieten Suchmaschinen eine gute Möglichkeit freie Bildungsressourcen zu finden. Die bekanntesten sind:

Einen guten Überblick über aktuelle Portale und Repositorien bietet die Seite Wikieducator (externer Link). Die OER World Map (externer Link) verfügt über eine umfassende und aktuelle Dokumentation von nationalen und internationalen Akteur/inn/en, Projekten und Veranstaltungen zu OER und die Informationsstelle OER (externer Link)  ist ein Online-Portal, das ebenfalls umfassende Informationen rund um das Thema OER bereitstellt. In Österreich bieten das Austria-Forum (externer Link) einen guten Überblick über OER Angebote und Initiativen. 

Der Spezialfall MOOCs

Nicht nur Bilder, Videos oder kleinere Lernstrecken können als OER angeboten werden, sondern auch Online-Kurse wie z. B. MOOCs. Die Abkürzung MOOC steht für "Massive Open Online Course". Damit sind universitäre Online-Lehrveranstaltungen gemeint, die für interessierte Personen frei zugänglich sind (open) und dadurch in der Regel hohe Teilnehmer/innenzahlen aufweisen (massive).

Allen MOOCs gemeinsam ist, dass Videosequenzen zur Vermittlung der Inhalte eingesetzt werden. Ergänzend dazu werden – je nach Format und didaktischem Konzept – Materialien, Aufgaben und Übungen sowie Tools für Zusammenarbeit, Kommunikation und Austausch über die Kursplattform bereitgestellt. MOOCs werden entweder zum reinen Selbststudium angeboten, d. h. Lernende können den Kurs zeitunabhängig absolvieren oder sie sind getaktet und finden zu festgelegten Terminen statt. 

Man unterscheidet zwischen zwei zentralen Formaten:

  • eXtended MOOCs, kurz xMOOCs, sind vorlesungsähnlich konzipiert und orientieren sich am klassischen Lehrvortrag. Die Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden sowie zwischen Studierenden findet nur eingeschränkt statt. Auf der Plattform Coursera (externer Link) finden Sie zahlreiche Kurse in diesem Format.
  • cMOOCs sind seminarähnlich konzipiert und orientieren sich an den Ansätzen des Connectivism (externer Link) (daher das vorangestellte „c“). Dieser geht davon aus, dass Wissen sozial generiert wird, sich also in einem Netzwerk von Menschen, Institutionen, Communities und medialen Inhalten verteilt organisiert (Stangl, 2018). Die Teilnehmer/innen sind aufgefordert sich aktiv in den Kurs einzubringen und sich mit Kolleg/inn/en auszutauschen.

MOOCs bieten eine flexible Möglichkeit zur eigenen Weiterbildung. Sie können aus Interesse an einem bestimmten Thema oder zu dessen fachlicher Vertiefung an einem MOOC teilnehmen. Vielleicht möchten Sie aber auch einmal anderen Lehrenden Ihres Faches „über die Schulter schauen“, um sich Anregungen zur Erweiterung Ihrer didaktischen Praktiken zu holen, die Perspektive eines/einer Studierenden einnehmen oder ganz einfach die Chance nicht ungenutzt lassen, an einem Bildungsangebot einer renommierten Universität teilzunehmen.

Sie können MOOCs jedoch auch für die eigene Lehre nutzen und diese Ihren Studierenden als ergänzendes Lernmaterial zu ausgewählten Themen Ihrer Lehrveranstaltung empfehlen. Die Entscheidung über eine Teilnahme am MOOC obliegt dann den Studierenden selbst. In einem Blended Learning Setting, wie z. B. dem Inverted Classroom Modell, können Sie einen MOOC oder einzelne Module eines MOOCS in die (angeleitete) Online-Phase integrieren. Die Teilnahme am MOOC kann der Vorbereitung für die Präsenztermine oder als Vertiefung eines bestimmten Themas dienen. Für ein solches Szenario ist es wichtig, dass Sie bei der Auswahl des MOOCs – genauso wie bei anderen digitalen Lehr-/Lernmaterialien Dritter – einige Dinge beachten: Welche Institution bietet den MOOC an und ist diese vertrauenswürdig? Ist der MOOC allgemein offen und die Teilnahme kostenlos? Sind die Inhalte für Ihre Lehrveranstaltung geeignet? Ist der MOOC so getaktet, dass er zum Ablauf Ihrer Lehrveranstaltung passt? Und ist der Student Workload angemessen?

Auf der Online-Plattform iMooX (externer Link) bieten Lehrende verschiedener österreichischer Hochschulen frei zugängliche MOOCs an. Der MOOC #MeKoMOOC18: Medienkompetenz in der Lehre (externer Link) beschäftigt sich bspw. mit wesentlichen Aspekten des Erwerbs von Medienkompetenzen und kann für Lehrende selbst oder auch für Studierende pädagogischer Fachbereiche interessant sein. Im MOOC Programmieren mit Processing 1 (externer Link) liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung grundlegender Programmierkenntnisse. Die Zielgruppe dieses MOOCs sind Schüler/innen, Lehrende, Studierende und allgemein Interessierte.

iMooX (externer Link) ist Österreichs bekannteste MOOC-Plattform. Sie bietet aktuell knapp einhundert Kurse zu bildungsnahen Themen an. Das Besondere ist, dass die Kurse auf iMooX nicht nur frei zugänglich sind, sondern explizit als OER mit einer Creative Commons Lizenz ausgewiesen sind.  

Die folgende Liste bietet ergänzend einen Überblick über die bekanntesten MOOC-Plattformen, deren Kurse jedoch nicht zwingend OER sind:

  • FutureLearn (externer Link) aus Großbritannien ist der größte europäische Anbieter. Die Plattform bietet kostenlose Short Courses und kostenpflichtige In-depth Programs sowie Online Degrees.
  • Coursera (externer Link) ist mit mehr als 30 Mio. Lernenden der größte MOOC-Anbieter. Kurse werden in vielen Sprachen, u. a. in deutscher Sprache bzw. mit deutscher Untertitelung angeboten. Coursera bietet Kurse, die entweder einzeln belegt oder im Rahmen einer Serie zusammengehörender Kurse über mehrere Monate ("Specialization") absolviert werden können. Kursserien sind kostenpflichtig, einzelne Kurse häufig kostenlos.
  • Die Plattform edX (externer Link) bietet Kurse aus verschiedenen Themenbereichen an, die von renommierten Partneruniversitäten und -institutionen bereitgestellt werden. Neben einzelnen kostenlosen Kursen bietet edX eine Reihe kostenpflichtiger Formate, wie z. B. Kursserien (XSeries) oder vollständige Master Programme. Die Kurse finden zu festgelegten Terminen statt.
  • Udacity (externer Link) konzentriert sich auf Kurse zu Informatik und anverwandte Themen. Einzelne Kurse werden kostenlos angeboten, die Kursserien - Nanodegree Programme - sind kostenpflichtig. Udacity bietet Kurse in den drei Schwierigkeitsgraden „Anfänger“, „Fortgeschrittene“ und „Profis“ an. Die Kurse können zu jeder Zeit begonnen und in beliebigem Tempo bearbeitet werden.

Quellen

Persike, M., "Von den „Feynman Lectures“ zu MOOCs", in: Akademie, 2, 2015, https://www.vwa-akademie-online.de/wissenschaft-und-praxis/von-den-feynman-lectures-zu-moocs, 12.03.2019.

Stangl, W., "Stichwort: 'Konnektivismus'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik", http://lexikon.stangl.eu/2268/konnektivismus, 2018, 12.03.2019.

Zauchner, S./P. Baumartner, "Herausforderung OER - Open Educational Resources", in: Studieren neu erfinden – Hochschule neu denken, hrsg. v. M. Merkt/K. Mayrberger/R. Schulmeister/A. Sommer/I. van den Berk, Münster: Waxmann Verlag 2007, S. 244 – 252.

Zimmermann, C., "Leitfaden für die Erstellung von Open Educational Ressources. Informationen und praktische Übungen für Hochschullehrende", in: Open Education Austria, Graz, https://www.openeducation.at/fileadmin/user_upload/p_oea/OEA-Leitfaden_online_Aufl2.pdf, 2018, 18.09.2019.

Abb. 1: CC_License_Compatibility_Chart, Kennisland, CC BY 4.0 https://raw.githubusercontent.com/creativecommons/faq/master/CC_License_Compatibility_Chart.png [26.09.2019]



Empfohlene Zitierweise:
Externe Ressourcen, Teaching & Learning Academy, Wirtschaftsuniversität Wien, https://learn.wu.ac.at/open/tlac/externeressourcen, November 2019.


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