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2.3 Gruppeneinteilung

Für die Bearbeitung von Aufgaben ist es oftmals erforderlich, dass die Studierenden in Gruppen zusammenarbeiten. Hier spielt es eine Rolle, ob Sie die Studierenden aus früheren LV-Einheiten bereits kennen. Wenn Sie die Stärken und Schwächen Ihrer Studierenden kennen, können Sie die Gruppeneinteilung gezielt steuern. So können Sie mit Intervention verschiedene Personen, die Ihrer Meinung nach zusammenarbeiten sollten, einer gemeinsamen Gruppe zuteilen. Bei anderen Varianten erfolgt die Gruppeneinteilung zufällig bzw. die Studierenden entscheiden selbst, mit wem sie zusammenarbeiten, hier haben Sie keine Einflussmöglichkeiten.

Zufällige Gruppeneinteilung

Bei den folgenden Methoden werden die Gruppen rein zufällig gebildet. Es arbeiten Personen zusammen, die sich möglicherweise noch gar nicht kennen.

Was und wofür?

Mit der Einteilung auf Basis der Interessensgruppen können jene Personen zusammenarbeiten, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren. Die Gruppeneinteilung erfolgt nämlich erst nach der Entscheidung jedes einzelnen Studierenden für ein Thema. Die Personenanzahl bei der Gruppeneinteilung kann beliebig variiert werden.

Wie? Den Studierenden werden vor der Gruppeneinteilung alle Themen vorgestellt, die bearbeitet werden können. Die Gruppengröße sollte erst bei der Einteilung genannt werden, um Absprachen zu verhindern. Anschließend soll jede/r Studierende auf einen Zettel schreiben, welches Thema ihn oder sie am meisten und am zweitmeisten interessiert. Sie sammeln die Zettel ein und ermitteln, wie viele Personen die erste bzw. zweite Priorität für ein Thema angegeben haben. Zuerst werden jene Themen vergeben, bei denen die Zahl der ersten Priorität der gewünschten Gruppengröße entspricht. Bei einer zu geringen Personenanzahl kann auch die zweite Priorität berücksichtigt werden. Falls es zu viel Interesse an einem Thema gibt, wird gelost.
Vorbereitung Überlegen Sie sich, welche Stoffgebiete von den Studierenden bearbeitet werden sollen und wie Sie die Themen präsentieren möchten.
Wie?

Lassen Sie die Studierenden Spielkarten ziehen und sich entsprechend der Karten (z. B. Kreuz, Pik, Herz, Karo) zusammenfinden.

Vorbereitung Spielkarten mitnehmen
Varianten Ziehen von diversen Dingen (Puzzleteile, Süßigkeiten, Textausschnitte…).
Sie können die Spielkarten austeilen, wenn Sie die Gruppeneinteilung gezielt steuern möchten.

Weiterführende Informationen finden Sie hier (externer Link, siehe S. 10).

Wie?

Zerschneiden Sie eine Postkarte in so viele Teile, wie Teilnehmer/innen in einer Gruppe sein sollen, z. B. in drei Teile, wenn Sie drei Teilnehmer/innen in einer Gruppe haben wollen. Die Personen, die die Teile des gleichen Bildes haben, bilden eine Gruppe. Sie benötigen pro Gruppe eine Karte und pro Teilnehmer/in ein Puzzlestück.

Vorbereitung Zerschneiden Sie Postkarten oder Bilder in eine bestimmte Anzahl an Teilen.
Wie? Halten Sie ein Bündel mit circa ein Meter langen Schnüren in der Mitte fest, alle Studierenden schnappen sich ein Ende. Wer die gleiche Schnur in der Hand hat, ist in derselben Gruppe. Mit dieser Methode werden ausschließlich Zweiergruppen gebildet.
Vorbereitung 1-Meter-lange Schnüre mitbringen.

Weiterführende Informationen finden Sie hier (externer Link, siehe S. 10).

Gruppeneinteilung mit Intervention

Die Paare oder Gruppen für die Gruppenarbeit bilden sich durch Ihre Intervention.

Was und wofür? Durch diese Methode arbeiten alle Studierenden zumindest mit einer Person zusammen, die sie sich selbst ausgesucht haben. Jede/r Studierende sucht sich einen Studienkollegen bzw. eine Studienkollegin. Anschließend werden die Gruppen von Ihnen zu größeren Gruppen geformt. Die Methode eignet sich, wenn zumindest zwei Paare zu einer Gruppe zusammengeschlossen werden (d. h. mindestens 4er-Gruppen).
Wie? Sie bitten die Studierenden sich in Paaren zusammen zu finden. Anschließend teilen Sie die Paare zumindest in 4er-Gruppen ein. So erhalten Sie Gruppen, in denen sich vermutlich nicht alle Personen schon kennen.
Varianten Die 4er-Gruppen können sich auch selbständig – ohne Ihre Intervention – zusammenfinden.
Wie? Verteilen Sie Spielkarten (Süßigkeiten, Puzzleteile...) an die Studierenden und lassen sie sich entsprechend der Karten (z. B. Kreuz, Pik, Herz, Karo) zusammenfinden.
Vorbereitung Spielkarten mitnehmen

Weiterführende Informationen finden Sie hier (externer Link, siehe S. 10).

Quellen 

Häuser, D., "Kleingruppen einteilen. Vielfalt ist besser als Einfalt", in: abb-Seminare, hrsg. v. Arbeitsgemeinschaft Bildung und Beruf, https://www.abb-seminare.de/blog/gruppen-einteilen/, 16.07.2019 (Orig. 27.11.2014).

Meyer Junker, R., "Methoden à l'arbowis", in: Arbowis.ch, https://www.arbowis.ch/images/downloads/methodik/Methoden_arbowis_Verwendung.pdf, 16.07.2019.

S.n., "Wie Sie Paare und Gruppen bilden können", in: Hueber.de, hrsg. v. Hueber-Verlag, https://www.hueber.de/media/36/Gruppen-bilden.pdf, 16.07.2019.

S.n., "Ideen zur Gruppeneinteilung", in: Spieledatenbank.de, http://www.spieledatenbank.de/gruppeneinteilung.html, 16.07.2019.



Empfohlene Zitierweise:
Gruppeneinteilung, Teaching & Learning Academy, Wirtschaftsuniversität Wien, https://learn.wu.ac.at/open/tlac/gruppeneinteilung, November 2019.


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