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Lernumgebung

Was sie selbst tun können, um Ihr Lernen effektiver zu gestalten, können Sie hier nachlesen. Diese Seite wird weiter wachsen und stetig mit Tipps und Anregungen von Expert/inn/en aus unterschiedlichen Fachgebieten (Ergonomie, Medizin, Neurologie,..) befüllt.

 Tipps und Anregungen zu folgenden Themengebieten finden Sie hier: Bewegung und Ernährung, Entspannung und Erholung, Lernstrategien

Variierende Lernort- und Lernumgebungen, wie zum Beispiel in der eignen Wohnung, im Freien oder in der Bibliothek, können jeweils andere Auswirkungen auf die Lernenden und deren Aufmerksamkeit haben. Beispielsweise kann Bewegung an öffentlichen Plätzen sehr anregend wirken und die Lernenden anspornen. Doch auch das Gegenteil kann zutreffen und die Bewegung könnte gar als Ablenkung empfunden werden.

Außerdem wird die Lernumgebung  während des Lernens im Gehirn mitabgespeichert. Gerüche, Geschmäcker, Melodien oder Bilder aus der Lernumgebung können dabei helfen, sich an die Lernumgebung und somit an den mitabgespeicherten Lernstoff zu erinnern. Eine mögliche Strategie kann also etwa darin bestehen,  unterschiedliche Themengebiete an variierenden Orten zu lernen, um so mit jedem Stoffgebiet eine andere Lernumgebung zu verknüpfen.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Wie lerne ich effektiv?

Das natürliche Tageslicht beeinflusst unsere innere Uhr und den Tag-Nacht-Rhythmus. Wenn Tageslicht auf unser Auge trifft, weiß unsere innere Uhr, dass Tag ist. Fehlt das Licht, ist das für unseren Körper das Signal zur Ruhe zu kommen. Künstliches Licht beeinflusst unsere innere Uhr ebenfalls und kann sich auf die Stimmung und die Konzentration auswirken. Aber wie können Sie den Einfluss des Lichts auf Körper und Geist auch für Ihr Lernen nutzen?

Als gesichert gilt, dass blaues Licht konzentrationssteigernd wirkt – ihm wird sogar eine ganz ähnliche Wirkung wie dem Koffein zugeschrieben (cf. Chellappa et al. 2011). Außerdem hat es stimmungsaufhellende Effekte und führt subjektiv wahrgenommen zu einem verbesserten Wohlbefinden. Diesen Effekt können Sie natürlich selbst auch nutzen, um Ihr Lernen zu unterstützen. Am einfachsten geht das, wenn Sie regelmäßige Pausen im Freien einplanen – Tageslicht hat nämlich einen hohen Blauanteil. Vielleicht können Sie ja in einer Lernpause einen Spaziergang machen oder einfach Ihre Mittagspause nach draußen verlegen? Wenn Sie in der dunklen Jahreszeit sehr häufig müde und niedergeschlagen sind und viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen (müssen), kann sich auch der Kauf einer Tageslichtlampe lohnen. Diese Lampen ahmen das Tageslicht nach und haben deshalb auch ähnliche Effekte. 
Falls Sie sich spätabends noch konzentrieren müssen, sollten Sie auf helle Beleuchtung achten – neben Tageslicht ist auch neutral weißes Licht ein sehr gutes Licht, um sich den Lehrstoff besser einzuprägen. Im Gegensatz dazu gilt, dass stärker gedimmtes Licht weniger Blauanteil enthält und daher dazu beiträgt, dass Sie schneller müde werden.
Wichtig ist allerdings dann auch zu beachten, dass Sie rechtzeitig vor dem Schlafengehen das Licht wieder dimmen und auf blaues Licht verzichten. Dazu ist es hilfreich, Smartphone und Laptop mindestens eine halbe Stunde vor dem Einschlafen nicht mehr zu benutzen. Die Bildschirme strahlen Licht mit hohem Blauanteil ab, bremsen die die Melatonin-Produktion und führen dazu, dass man schlechter einschlafen kann. Wenn Sie auch vor dem Einschlafen gar nicht auf Ihr Handy verzichten wollen, sollten Sie zumindest den Nachtmodus des Geräts nutzen, der blaues Licht filtert.
 

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Gesund Studieren

Wussten Sie schon, dass sich Gerüche im Schlaf auf das Lernen auswirken können? Das haben Forscher/innen an der Uni Lübeck herausgefunden*: Die Proband/inn/en waren während des Lernens einem spezifischen Geruch ausgesetzt  (z.B. Rosenöl oder Lavendel) der ihnen auch später im Schlaf noch einmal präsentiert wurde. Dadurch konnte die Gedächtnisleistung für das Gelernte deutlich gesteigert werden.

 Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Gerüche und Lernen

An schönen Tagen verlegen viele ihren Arbeitsplatz von der Bibliothek oder dem Schreibtisch zu Hause einfach in den Prater oder in den Park in der Umgebung. Die folgenden Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie planen im Freien zu lernen:

  • Welche Aufgaben können leicht im Freien erledigt werden? Überlegen Sie sich vorab gut welche To Dos geeignet sind um sie draußen zu erledigen: Das Lesen, Notizen erstellen oder Stoff wiederholen eignet sich zum Beispiel gut um draußen erledigt zu werden, umfangreiche Recherchearbeiten hingegen weniger gut. Außerdem spiegeln im Freien die Bildschirme von Laptops, Smartphones oder Tablets und es ist für die Augen anstrengend, damit zu arbeiten. Berücksichtigen Sie das in Ihrer Planung und verbinden Sie die Lernzeit draußen auch gleich mit „Digital Detoxing“.  Hilfreich ist es auch sich jene To Dos, die einem während dem Lernen einfallen und ad hoc nicht draußen erledigt werden können, für später aufzuschreiben. So können Sie nichts vergessen und Ihre Konzentration bleibt bei den Aufgaben, die Sie sich für draußen vorgenommenen haben.
  • Wie finde ich einen geeigneten Lernplatz im Freien? Im Freien lauern einige Ablenkungen und Störfaktoren - machen Sie sich daher vorab bewusst was Sie persönlich am meisten ablenkt und welche Plätze Sie daher vielleicht meiden sollten. Für den einen kann das beispielsweise der Eisstand sein, für andere ist der Lautstärkepegel an einem Spielplatz oder in einem Schanigarten unangenehm und wieder andere können sich nur im Schatten konzentrieren.
  • Wie vermeide ich, dass Freizeit und Lernzeit verschwimmen? Im Freien ist man leicht dazu verleitet die Gedanken schweifen zu lassen und zu entspannen anstatt wie eigentlich geplant zu lernen. Sie können dem entgegenwirken, indem Sie vorab planen welche Zeitspanne Sie zum Entspannen nutzen und welche Zeit für das Lernen reserviert ist. Strukturieren Sie die Lernzeit vorab grob für sich – und vergessen Sie nicht Pausen einzuplanen!

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Gesund Studieren... und unter Effektiv Lernen

„Ab jetzt lass ich mich von meinem Handy weniger oft ablenken!"
Eine Nachricht lesen, schnell noch was googeln, ein schnelles Foto machen, Social Media checken - das Handy zieht permanent Aufmerksamkeit auf sich.
Rund 88 Mal pro Tag, von morgens bis spät abends, richtet sich unser Blick und somit unsere Aufmerksamkeit auf das Handy. Das Handy bindet daher Zeit und kognitive Kapazitäten, die eigentlich für effektives Lernen genutzt werden könnten. Eine Studie der McCombs School of Business an der University of Texas in Austin (vgl. Ward et al. 2017) belegt, dass selbst die bloße Präsenz eines Smartphones, auch wenn es nicht läutet und nicht genutzt wird, die kognitiven Kapazität reduziert. Auch wenn man nicht bewusst an das Smartphone denkt oder es benutzt, arbeitet ein Teil des Gehirns aktiv daran, dieser Versuchung zu widerstehen. Das verbraucht einen Teil unserer begrenzt vorhandenen kognitiven Ressourcen und reduziert unsere Fähigkeit, uns zu konzentrieren und Aufgaben erfolgreich auszuführen.

Fazit: Vielleicht kann das Handy während des Lernens doch im Spind oder gar zu Hause bleiben, sobald Sie in der Bibliothek lernen. In der LC Bibliothek können Sie auch die komplett beruhigten, laptopfreien und handyfreien Zonen auf Ebene 5 & 6 für das Lernen im „Offlinemodus“ nutzen. Zu Hause hilft es vielleicht das Handy in einen anderen Raum zu legen oder bewusst auszuschalten. Wenn Sie das Handy während des Lernens zum Beispiel immer in eine Schublade im Raum neben an legen und es so für das Gehirn nicht mehr wahrnehmbar ist, kommen Sie vielleicht weniger leicht in Versuchung das Handy kurz zu holen, denn dazu müssten Sie zuerst den Raum wechseln und dann eine Schublade öffnen. Liegt das Handy hingegen direkt am Arbeitsplatz, ist es einfacher "nur mal kurz nachzuschauen wer geschrieben hat".

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter „Heuer aber wirklich!“ Hilfreiche Jahresvorsätze für das Lernen