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Von der Idee zum Thema

Die wesentliche Grundvoraussetzung für die Abfassung eines wissenschaftlichen Beitrags liegt in der Wahl eines optimalen Themas. Wählen Sie einen Sachverhalt der aktuell ist und betrachten Sie ihn aus einer neuen Perspektive. Das heißt, formulieren Sie eine Fragestellung, die es bis jetzt noch nicht gegeben hat. Vielleicht können Sie aus einem Themenpool ein interessantes Thema auswählen oder Ihr/e Betreuer/in gibt Ihnen eine Aufgabe vor.

Unabhängig vor welcher Situation Sie stehen, sollten Sie in jedem Fall ein paar Grundprinzipien in der Phase der Themenfindung beachten:

 

Eingrenzung

Themen können zeitlich eingegrenzt werden (z.B. "Zollpolitik der Habsburger im 19. Jahrhundert"), räumlich (z.B. "Die Entstehung des öffentlichen Personennahverkehrs in Südtirol"), nach Personengruppen (z.B. "Die post-traditionale Welt der Bauern"), nach Theorieansätzen (z.B. "Organisationsentwicklung aus systemtheoretischer Perspektive") und nach einer ganzen Reihe weiterer Gesichtspunkte. Oft ist es sinnvoll, gleich mehrere dieser Kriterien als Eingrenzungshilfe heranzuziehen.

 

Pragmatismus

Auch, wenn dieser Grundsatz sehr banal anmutet, die Arbeit muss "machbar" sein. Bei aller Liebe zu einem Thema sollte dieses auch mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bearbeitbar sein. Hinterfragen Sie also auch den (zeitlichen) Aufwand, der mit einer Arbeit verbunden ist, überprüfen Sie, ob das benötigte Material (Quellen) für Sie zugänglich ist und ob Sie mit den einzusetzenden Methoden vertraut sind.

 

Reflexion und Zielorientierung

Zum reflektierten Schreiben gehört es auch, das Thema aus einiger Distanz zu betrachten. Auf welche Frage soll die Arbeit am Ende eine Antwort geben? Für wen könnte diese Antwort relevant sein? In weiterer Folge können diese Fragen in Unterfragen aufgeschlüsselt werden. Auch wenn Sie gerade bei empirischen Projekten noch nicht wissen welche Ergebnisse Sie produzieren werden, sollten Sie sich doch rechtzeitig eine Vorstellung von Ihrer fertigen Arbeit machen.