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Gesund studieren

Leichter lernen mithilfe einfacher Routinen

Routinen geben uns im Alltag Struktur. Durch die regelmäßige Durchführung  automatisiert man Tätigkeiten und spart dadurch Energie. Und davon könnt ihr auch beim Lernen profitieren! Welche Routinen förderlich für das Lernen sein können, stellen wir euch im folgenden Artikel vor. Außerdem findet ihr hier Tipps, wie ihr es angehen könnt, wenn ihr euch neue Routinen aneignen möchtet.

Struktur schaffen

Viele von uns verwenden routinemäßig einen Terminplaner, um wichtige Besprechungen oder Arztbesuche zu notieren. Das entlastet das Gedächtnis, da durch das Aufschreiben keine Energie darauf verwendet werden muss, darüber nachzudenken, ob etwas vergessen wurde (vgl. Seibold 2003, S.43).

Diese Praxis könnt ihr auch bei der Entwicklung von Routinen nützen: Wer sich schriftliche Tages- und Wochenpläne erstellt, hat einen Überblick über die regelmäßig verfügbare Zeit und kann sie gezielt zum Lernen einteilen. Wenn ihr bei der Planung neben der Zeit auch noch Ort und Ablauf der Routine berücksichtigt, könnt ihr euer Gedächtnis weiter entlasten und der Weg ist frei fürs Lernen. Wollt ihr zum Beispiel wöchentlich die Inhalte einer bestimmten Vorlesung wiederholen, dann legt ihr am besten fest, wann ihr das tun wollt, wo ihr euch dabei aufhalten wollt und welche Schritte ihr dabei nacheinander durchgeht. Dadurch müsst ihr nicht jede Woche neu überlegen, was ihr als erstes macht und ihr kommt schneller ins Arbeiten. Wichtig ist dabei, dass ihr eure Lernroutine Woche für Woche wiederholt, bis sie sich gefestigt hat. Wie ihr hier nachlesen könnt, wird das ungefähr nach 2 Monaten der Fall sein.

Tipp: Es gibt zahlreiche Apps, die euch bei der Zeitplanung unterstützen. Wollt ihr auch beim Schaffen von Routinen auf Apps zurückgreifen, dann könnt ihr in diesem Artikel nachlesen, welche Möglichkeiten es gibt.

Bewegungspausen zur Routine machen

Eine generell gesundheitsfördernde Routine, die aber auch das Lernen fördern kann, ist Bewegung. Bewegungspausen während des Lernens können einen positiven Einfluss auf Denk- und Lernprozesse haben (vgl. Dennison & Dennison 2008 zit. n. Mess/Theune/Schüler 2015, S. 221). Daher wird empfohlen, Lernpausen aktiv zu gestalten (vgl. ebd.). Bereits fünf- bis zehnminütige Bewegungsaktivitäten können den Kreislauf anregen und dadurch auch die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen  (vgl. Höss-Jelten, C./Maier, S./Dolp, T. 2015, S. 406 f.). Je nach Länge der Pause kann die Aktivität darin bestehen, ein paar Dehnungs- bzw. Rückenübungen zu machen oder ein Stück zu Fuß durch den Prater zu spazieren.  

Tipp: Um sich solche Routinen anzueignen, kann es anfangs hilfreich sein, sich eine Erinnerung inkl. Aktivität zu setzen, zum Beispiel in Form eines Post-its am Ende eines Buchkapitels oder eines Kommentars in einem Word Dokument. Oder ihr nützt Methoden wie die Pomodoro-Technik, die regelmäßige Pausen vorsehen.

Eine ideale Lernumgebung vorbereiten

Die Lernumgebung schon vorab ideal vorzubereiten ist eine weitere Gewohnheit, die einem das Lernen erleichtern kann. Für das Lernen zu Hause heißt das, alles außer Sicht- und Griffweite zu bringen, das vom Lernen ablenken kann wie z.B. Zeitschriften, Süßigkeiten und auch das Smartphone. Umgekehrt ist es sinnvoll, sich vorab alle Arbeitsmaterialien wie Stifte, Papier, Bücher, Notizen aber auch PC Adapter zurecht zu legen, um das Lernen später nicht dafür unterbrechen zu müssen (vgl. Psychologische Beratung der Universität Siegen 2016). Auf diese Art vorbereitet kann das Lernen starten, sobald man am Lernplatz eingetroffen ist.

Tipp: Wer sich angewöhnt, am Abend vorher alle Arbeitsmaterialien einzupacken, spart am Morgen Zeit und Energie.

Quellen:

Adams, R.V./Blair, E. (2019, 18. Jänner). Impact of Time Management Behaviors on Undergraduate Engineering Students’ Performance. SAGE open, 9 (1). https://doi.org/10.1177/2158244018824506 [24.03.2022]

Höss-Jelten, C./Maier, S./Dolp, T. (2015). Aktive Pause – ein Angebot von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als ein Beispiel für eine nachhaltige Maßnahme im Rahmen der Gesundheitsförderung an Hochschulen. In: Göring, A. /Möllenbeck, D. (Hrsg.). Bewegungsorientierte Gesundheitsförderung an Hochschulen. Hochschulsport: Bildung und Wissenschaft. Band 3. Universitätsverlag Göttingen. https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/37260/hochschulsport3.pdf?sequence=1#page=279 [24.03.2022]

Mess, F./ Theune, J./Schüler, S. (2015). Evaluation und Weiterentwicklung des Pausenexpresses als Maßnahme der aufsuchenden Gesundheitsförderung im Setting Universität. In: Göring, A. /Möllenbeck, D. (Hrsg.). Bewegungsorientierte Gesundheitsförderung an Hochschulen. Hochschulsport: Bildung und Wissenschaft. Band 3. Universitätsverlag Göttingen. https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/37260/hochschulsport3.pdf?sequence=1#page=279 [24.03.2022]

Psychologische Beratung der Universität Siegen (2016). Lerngewohnheiten und ihre Bedeutung für den Studienerfolg. https://www.uni-siegen.de/zsb/psychologische/lernen1.html [24.03.2022]

Seibold, S.M. (2003). Arbeits- und Lerntechniken – wie man sich perfekt organisiert. https://doi.org/10.25968/opus-9 [24.03.2022]