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Effektiv Lernen

Lernstrategien für den Semesterstart

Die nächste Lernwoche steht an und ihr wollt gut auf die Klausuren vorbereitet sein? In diesem Artikel stellen wir euch vier Strategien vor, die euch helfen können, gut organisiert in die Lernwoche zu starten.

Zeitmanagement

An der Uni seid ihr für euer Zeitmanagement selbst verantwortlich und müsst euch überlegen, wie ihr euer Lernen organisiert. Setzt euch realistische Ziele und plant rückwärts – fangt also beim Prüfungszeitpunkt an und setzt euch Tages- und Wochenziele bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt (vgl. Metzig/Schuster 2020, 27ff.). Haltet diese Ziele in Tages- und Wochenplänen fest und versucht, sie einzuhalten. Wenn das nicht geht, solltet ihr sie anpassen, denn Zwischenerfolge sind essentiell für die Lernmoral. Achtet bei den Tagesplänen außerdem darauf, anstrengendere Lerneinheiten auf jene Tageszeiten zu legen, zu denen ihr euch erfahrungsgemäß besser konzentrieren könnt. Denkt auch daran, Pausen einzuplanen, um den Kopf zwischendurch freizubekommen, und belohnt euch nach einem erfolgreichen Lerntag.

Lerneffizient lesen

Fasst die Texte, die ihr lest, anschließend kurz zusammen – so werdet ihr aufmerksamer lesen und schon während des Lesens auf die für euch relevanten Punkte achten. Relevante Textstellen könnt ihr beispielsweise während des Lesens mit einem Textmarker markieren und euch Notizen an den Seitenrand schreiben. Beim anschließenden Zusammenfassen des Textes könnt ihr unterschiedlich vorgehen – entweder ihr schreibt die Kernaussagen und eure daraus gezogenen Erkenntnisse in wenigen Sätzen auf oder ihr verfasst eine Mindmap, indem ihr die verschiedenen Begriffe, die euch nach dem Lesen des Textes in den Sinn kommen, aufschreibt und deren Verbindungen untereinander mit Pfeilen visualisiert (vgl. Krengel 2012, 78ff.).

Die Loci-Technik

Die Loci-Technik ist eine Methode, welche euch dabei unterstützen kann, euch gewisse Dinge besser zu merken. Sie basiert auf der mentalen Verknüpfung von Orten (locus ist lateinisch und steht für Ort) und Bildern, da sich das menschliche Gehirn Bilder besser merken kann als Text oder Zahlen – es heißt ja so schön „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“ (vgl. Wöller 2008, 204). So könnt ihr beispielsweise verschiedenen Objekten in eurem Zimmer (z.B. Möbelstücke oder Pflanzen) oder auf eurem Weg zu Uni (z.B. Gebäude) jeweils einen zu merkenden Inhalt zuschreiben. Solltet ihr euch Dinge in einer gewissen Reihenfolge merken, dann ist es empfehlenswert, ihnen Objekte der Reihe nach zuzuordnen. So könntet ihr die zu merkenden Begriffe beispielsweise den verschiedenen Gebäuden am WU Campus zuordnen, an denen ihr vorbeigeht.

Karteikarten

Karteikarten zu verwenden ist eine relativ simple, aber auch ziemlich effektive Lernstrategie. Auf die Vorderseite der Karteikarte schreibt ihr einen Begriff oder eine Frage, welche/n ihr lernen solltet, und auf die Rückseite schreibt ihr dann die Definition, bzw. die Antwort auf die Frage (vgl. Steineker 2022, 94). Geht die Karteikarten so oft durch, bis ihr den Stoff gut könnt. Dazu könnt ihr die Karteikarten in drei Stapeln organisieren – einen mit Begriffen und Fragen, die ihr bereits gut definieren, bzw. beantworten könnt, einen mit bislang mittelmäßigem Beantwortungserfolg und einen, bei dem ihr die Antworten noch gar nicht könnt – auf diesem Stapel sollte zunächst euer Fokus liegen und von dort aus arbeitet ihr euch durch bis zum ersten Stapel. Es gibt mittlerweile eine Menge Apps, mit denen ihr auch digitale Karteikarten erstellen könnt, welche ihr mit eurem Smartphone oder Tablet immer unterwegs dabeihaben könnt. Aber Achtung, wenn ihr euch leicht ablenken lasst, ist die altmodische Papiervariante möglicherweise vorzuziehen.

Quellen:

Krengel, M. (2012). 30 Minuten Effizientes Lesen. Offenbach: Gabal Verlag.

Metzig, W./Schuster, M. (2020). Lernen zu Lernen. Lernstrategien Wirkungsvoll Einsetzen. Heidelberg: Springer Verlag.

Steineker, Y. (2022). Die Piloten-Lernstrategie. Wie im Flug zum Lernerfolg in Studium, Weiterbildung, Ausbildung & Schule. Heidelberg: Springer Verlag.

Wöller, R. (2008). Mnemotechnik und Narratives. In: Bazil, V./Wöller, R.. Rede als Führungsinstrument. Wirtschaftsrhetorik für Manager – ein Leitfaden: 204 – 208. Wiesbaden: Gabler Verlag.