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Plagiate bei Abschlussarbeiten

Als Plagiate werden üblicherweise übernommene Texte, Inhalte oder Ideen bezeichnet, deren jeweilige Quelle nicht zitiert wurde. Man forscht in der Wissenschaft selten für sich allein und baut meistens auf den Arbeiten anderer auf. Dafür gibt es klare Regeln und Vorgehensweisen. Plagiieren heißt, gegen diese Regeln zu verstoßen.

Jeder wissenschaftliche Austausch über Ideen und Erkenntnissen hängt von der Einhaltung gewisser akademischer Standards ab. Zu deren wichtigsten gehört die korrekte Zitation jener Ideen, auf die man selbst aufbaut. Die Verwendung von Zitaten soll dabei nicht nur eine Anerkennung an die Urheber/innen sein – sie gibt den Leser/inne/n auch wichtige Hinweise auf zusätzliche Quellen.

Wer diese Regeln richtig anwendet, handelt aber auch im eigenen Interesse, indem er/sie sein/ihr Verständnis der Inhalte unter Beweis stellt. Plagiator/inn/en schaden sich oft selbst, da sie es verabsäumen, sich jene Fähigkeiten in den Bereichen des Forschens, Schreibens und analytischen Denkens anzueigenen, die durch ein „ehrliches“ Erfüllen der Aufgabe geschult werden.

Ein Plagiat liegt insbesondere dann vor, wenn man...

  • Arbeiten (oder Teile davon) aus dem Internet herunterlädt und die Webseite nicht zitiert.
  • Fremdsprachige Arbeiten (oder Teile davon) übersetzt und ohne Quellenangaben übernimmt.
  • Zitate verwendet, ohne die entsprechenden Quellen zu nennen.
  • eigene Arbeiten nicht zitiert (Selbstplagiat).

Oft genügt den Lehrenden eine Recherche mittels Online-Suchmaschine oder der Einsatz einer speziellen Software um ein Plagiat zu erkennen. An der WU müssen alle Studierenden ihre Bachelorarbeit auf LEARN hochladen, damit der Betreuer/die Betreuerin die Eigenständigkeit der Arbeit mittels Plagiatssoftware überprüfen kann.

Die WU hat eine klare Position gegenüber dem korrekten wissenschaftlichen Arbeiten: Ein Vortäuschen von wissenschaftlichen Leistungen - darunter fällt auch Ghostwriting - ist kein Kavaliersdelikt und wird entsprechend geahndet. Sie müssen somit mit massiven Konsequenzen rechnen. Weitere Infos zu den Folgen des Vortäuschens wissenschaftlicher Leistungen finden Sie auf der WU Webseite im Bereich LV- und Prüfungsinformation.

Das Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit bringt die eine oder andere Herausforderung mit sich. Darüber hinaus ist es nicht immer einfach zu bestimmen, wo die Übernahme fremder Ideen aufhört und die eigene Leistung beginnt. Behalten Sie beim Schreiben aber Folgendes im Hinterkopf:

Beim Erstellen eines wissenschaftlichen Textes geht es um Ihr Verständnis der Materie, nicht so sehr um die "perfekte Formulierung". Durch Ihre eigenständige und kritische Aufarbeitung der Inhalte zeigen Sie, dass und wie Sie diese verstanden haben.

Recherchieren Sie sorgfältig, aber bedenken Sie, dass die Suche nach Informationen nicht der eigentliche Kern Ihrer Arbeit ist. Denn, auf die Verarbeitung einer Information kommt es an.

Gängige Zitiermanuals finden sich vielfach in der Literatur zu Wissenschaftlichem Arbeiten. Einige Werke haben wir für Sie zusammengestellt. Link: Weiterführende Literatur

Bitte beachten Sie:

Alle rechtlichen Informationen zum Thema Plagiate an der WU finden Sie auf der WU Webseite im Bereich LV- und Prüfungsinfos. Die verwendete Literatur sowie Literaturempfehlungen haben wir auf der Seite Literatur für Sie bereitgestellt.