Skip to main contentSkip to breadcrumbsSkip to sub navSkip to doormat
Sie sind hier

Verspannungen im Lernalltag

Wie entstehen Verspannungen?

Nach einem langen Tag am Schreibtisch bemerken Sie es: Der Nacken schmerzt, die Muskeln am Nacken, Hals oder den Schultern fühlen sich verhärtet an und Sie bekommen Kopfschmerzen. Vielleicht verspüren Sie auch Zug in den Armen oder sogar Schwindel. Warum sich Muskeln verspannen, erklären wir in diesem Beitrag.

Gerade wenn man konzentriert lernt, verbleibt man oft lange in einer Körperhaltung. Während der Kopf raucht, bewegt man sich nur sehr wenig und dadurch wird der Körper einseitig belastet. Vor allem wenn die Augen müde werden, schiebt sich der Kopf immer weiter Richtung Bildschirm, die Schultern wandern nach vorne und in Richtung Ohren und die Nackenmuskulatur verspannt sich.

Besonders unangenehm wird es, wenn die Verspannungen sich über längere Zeit nicht lösen, weil immer wieder die gleichen Haltungen eingenommen werden. Der Blick auf das Handy ist zum Beispiel eine Haltung, die wir im Alltag sehr oft und auch für längere Zeit einnehmen. Dabei zieht der Kopf nach vorne und unten. In aufrechter Position lasten die 5 kg, die der Kopf in etwa wiegt gut verteilt auf der Halswirbelsäule. Wenn wir mit einer Neigung von 30 Grad auf das Handy schauen, sind es bereits 20 Kilo, die auf die Halswirbelsäule drücken und die Muskeln, die den Kopf halten müssen, werden stärker belastet.

Auch Stress kann zu Verspannungen führen, oder diese verstärken. Wenn wir unter Stress stehen oder Angst verspüren, verspannen sich die Muskeln – das war früher sinnvoll, um sich gegen Angreifer verteidigen zu können oder weglaufen zu können. Heute führt es dazu, dass die Muskeln angespannt bleiben und sich verspannen.

Alle diese Spannungszustände führen dazu, dass die Muskeln schlechter durchblutet werden und Stoffwechselprodukte nicht abtransportiert werden können. Dies reizt dann die Schmerzrezeptoren. Spätestens, wenn Sie über einen längeren Zeitraum an Verspannungen leiden, ist es höchste Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Die Schmerzen hinterlassen nämlich auch Spuren in unserem Gehirn: Die Schmerzrezeptoren, die überall in unserem Körper sitzen, senden Schmerzsignale an unser Gehirn. Je länger die Schmerzen durch die Verspannungen anhalten, umso sensibler reagiert das Nervensystem und dies führt dazu, dass die Schmerzen stärker werden, obwohl sich an der Ursache gar nichts geändert hat. Das sogenannte Schmerzgedächtnis ist dafür verantwortlich.

Wie Sie Verspannungen vorbeugen können

Die Kombination aus Stress, langen Lerneinheiten und Belastungen im Alltag macht Sie gerade in Zeiten wie der Lern- und der Prüfungswoche besonders anfällig für Verspannungen. Glücklicherweise gibt es aber Mittel und Wege, Verspannungen vorzubeugen.

Sobald Sie bemerken, dass sich Ihre Rückenmuskulatur verspannt, wenn Sie beim Lernen länger in der gleichen Position sitzen, sollten Sie etwas unternehmen. Stehen Sie in Ihrer Pause zumindest kurz auf, verändern Sie die Sitzposition oder wechseln Sie den Lernplatz. Anregungen dazu, wie Sie Bewegung in Ihren Lernalltag am Campus einbauen können, finden Sie in der Rubrik "Wussten Sie schon...").

Hilfreich sind auch verschiedene Dehn- und Mobilisierungsübungen, die Sie während Ihrer Lerneinheit durchführen können. In der Rubrik „Gesund studieren“ stellt Ihnen Klara Zechner einige davon vor.