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Effektiv Lernen

Eure größten Ablenkungen beim Lernen

Jede/r kennt die Situation: Eigentlich sollte man zu lernen beginnen, aber plötzlich sind da so viele andere wichtige Dinge, die einen ablenken - die privaten Nachrichten müssen beantwortet werden, die Wäsche wartet und die Hausübungen für andere Lehrveranstaltungen wären auch dringend fällig... In diesem Artikel könnt ihr die Ergebnisse der Learning Ergonomics Umfrage zu den größten Ablenkungen beim Lernen nachlesen und euch wertvolle Tipps holen, um ihnen zu widerstehen.

83 Studierende haben an der Umfrage teilgenommen und die spannenden Ergebnisse daraus wollen wir hier mit euch teilen:

Ablenkung Handy

Eindeutig auf Platz 1 eurer Abstimmung zu den größten Ablenkungen beim Lernen liegt mit 92% das Handy: Wir alle tragen es immer bei uns, sind permanent erreichbar und können damit über unterschiedlichste Kanäle kommunizieren. Eine Studie der McCombs School of Business an der University of Texas in Austin (vgl. Ward et al. 2017) belegt, dass selbst die bloße Präsenz eines Smartphones (also auch wenn es nicht läutet, blinkt oder genutzt wird) die kognitive Kapazität reduziert. Ein Teil des Gehirns arbeitet ständig aktiv daran, der Versuchung durch das Smartphone zu widerstehen. Das verbraucht einen Teil unserer begrenzt vorhandenen kognitiven Ressourcen und reduziert unsere Fähigkeit, uns zu konzentrieren und Aufgaben erfolgreich auszuführen.

Tipps: Um euch selbst auszutricksen wäre es eine Möglichkeit das Handy während des Lernens in der Bibliothek im Spind oder sogar zu Hause zu lassen. Zu Hause hilft es das Handy bewusst in einen anderen Raum zu legen oder auszuschalten. Wenn ihr das Handy während des Lernens zum Beispiel immer außer Sicht- und Hörweite habt, kommt ihr nicht in Versuchung während des Lernens die eingelangten Nachrichten zu lesen.

Ablenkung Social Media und Internetsurfen

Für 77% der Umfrageteilnehmer*innen zählt der Umgang mit Social Media zu den größten Ablenkungen beim Lernen. Da auch das Internetsurfen als Ablenkung hoch im Kurs steht (48% der Teilnehmer*innen an der Umfrage lassen sich dadurch ablenken) und die Strategien, um dem Internetsurfen und Social Media während des Lernens zu widerstehen, ähnlich sind, haben wir unten für euch die wichtigsten Tipps gesammelt.

Tipps:

  1. Wenn für das Lernen gerade kein Internet nötig ist, kann man die WLAN-Verbindung am Laptop trennen, um nicht in Versuchung zu kommen oder die Wlan freien Räume in der LC Bibliothek nutzen.
  2. Loggt euch vor dem Lernen auf Social Media Plattformen aus. Dadurch ist es nicht ganz so einfach während des Lernens den Browser-Tab zu wechseln, um die Neuigkeiten in den Sozialen Medien zu verfolgen.
  3. Um auf neue Nachrichten gar nicht erst aufmerksam gemacht zu werden, lohnt es sich alle Push-Benachrichtigungen während der Lernsession auszuschalten. Denn auch aufpoppende Benachrichtigungen machen es euch schwer, sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren.
  4. Wer sich hingegen spielerisch selbst austricksen möchte, um weniger Zeit mit dem Internet zu verbringen, findet hier Tipps für Apps, die Social Media Kanäle blockieren oder in denen ihr spielerisch Punkte sammeln könnt, wenn das Internet nicht genutzt wird.  
  5. Eine gute Strategie ist es auch, im Tagesplan extra Zeit für Social Media und oder die Internetnutzung einzuplanen. Ihr könnt die Social Media/-Internetzeit beispielsweise auch als Belohnung in den Tag mit einplanen: Sobald ihr eine Hausübung fertig habt, nutzt ihr die Pause um alle Nachrichten zu lesen und zu beantworten.

Ablenkung „andere To Dos für die Uni“

Zuletzt wollen wir gerne noch auf das Problem eingehen, dass zu viele andere To Dos euch vom Lernen ablenken, denn 41% der Teilnehmer*innen an der Umfrage sind beim Lernen häufig damit konfrontiert.

Tipps:

  1. Liegen zu viele offene Aufgaben (wie offene Hausübungen, nicht aufgearbeitete LV-Mitschriften, die begonnene Seminararbeit, …) auf dem Schreibtisch, neigt man dazu angefangene Aufgaben nicht abzuschließen und stattdessen etwas Neues zu beginnen. Achtet deshalb auf euren Arbeitsplatz, behaltet den Überblick und versucht abgeschlossene Dinge auch gleich wegzuräumen. Wenn das Theoriekapitel der Seminararbeit zum Beispiel für heute fertig bearbeitet ist, räumt Literatur, Notizen oder Ausdrucke, die ihr dafür benötigt habt, vom Tisch weg.  
  2. Legt eure To-Do-Liste außerhalb eurer Sichtweite ab, wenn ihr euch gerade mit einer der Aufgaben darauf beschäftigt. Offene Aufgaben im Blickfeld erhöhen den Druck und den Stress.
  3. Bleibt bei einem Ordnungssystem für euren Schreibtisch. Dieses kann ganz individuell sein, beispielsweise Stapel für offene/erledigte Aufgaben, Stapel nach LVs geordnet, Stapel nach Themen geordnet usw. Ihr solltet allerdings vermeiden, euer Ordnungssystem während der Lernphasen immer wieder neu zu strukturieren. Nehmt euch dafür lieber zwischen den Prüfungen Zeit.

Tipps zur Ordnung am virtuellen Arbeitsplatz könnt ihr in diesem Artikel nachlesen.

Quelle:

Adrian F. Ward, Kristen Duke, Ayelet Gneezy, Maarten W. Bos: Brain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity. In: The Association for Consumer Research, Volume 2, Number 2, 140-154, April 2017. https://www.journals.uchicago.edu/doi/full/10.1086/691462