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Lernstrategien

Was sie selbst tun können, um Ihr Lernen effektiver zu gestalten, können Sie hier nachlesen. Diese Seite wird weiter wachsen und stetig mit Tipps und Anregungen von Expert/inn/en aus unterschiedlichen Fachgebieten (Kognitionswissenschaften, Neurologie, Medizin,...) befüllt.

Tipps und Anregungen zu folgenden Themengebieten finden Sie hier: Lernumgebung, Bewegung und Ernährung, Entspannung und Erholung

Zeit ist eine wichtige Ressource - neben den Verpflichtungen, die das Studium mit sich bringt, wollen auch Hobbies, Freunde und Zeit zum Ausruhen im Tagesplan integriert werden. Wann Sie Lernzeit einplanen sollten und wann Zeit für Freizeitaktivitäten reserviert werden sollte, hängt auch von Ihrer inneren Uhr ab.

Um herauszufinden, wann Sie selbst besonders leistungsfähig sind, können Sie folgendermaßen vorgehen:

Setzen Sie sich mit Ihrem Tagesrhythmus auseinander und beobachten Sie über längere Zeit, wann Sie leistungsfähig sind und wann Sie müde werden.

  • Wann arbeiten Sie besonders gut und effizient? Wann bemerken Sie während des Tages, dass Sie müde werden? Notieren Sie sich die Zeiten.
  • Beobachten Sie Ihr Schlafverhalten. Wann gehen Sie ins Bett und wie müde sind Sie dann? Schlafen Sie schnell ein, oder dauert es noch etwas?
  • Wann wachen Sie morgens auf wenn Sie nicht geweckt werden? Sind Sie morgens müde, oder wachen Sie voller Energie und bereit für den Tag auf?

Der nächste Schritt besteht darin, Ihre Lebens- und Lerngewohnheiten an Ihren persönlichen Rhythmus anzupassen, soweit das möglich ist:

  • Planen Sie die schwierigsten Aufgaben, für die Sie am meisten Zeit benötigen in Ihrem persönlichen Leistungshoch ein.
  • Einfache Aufgaben (z.B. recherchieren), Routine-Aufgaben (z.B. Abrechnungen) oder Aufgaben, die Sie besonders gerne erledigen sind zu den Zeiten des Leistungstiefs gut aufgehoben.
  • Leichte Bewegung, Sauerstoff, Tageslicht und „aktive Pausen“ helfen Tiefs zu überwinden.
  • Wenn sich Termine nicht verschieben lassen (z.B. Prüfungen) und ungünstig für Ihren persönlichen Biorhythmus liegen, kann es helfen sich rechtzeitig anzupassen. D.h. bei einem besonders frühen Termin sollten Sie einplanen, bereits einige Tage vor dem Termin früher schlafen zu gehen und früher aufzustehen als gewohnt.

Nähere Informationen zu diesem Tipp und einer typischen Leistungskurve, sowie eine Typ-Tabelle (Morgen- bis Abendtyp) finden Sie unter Zeitmanagement beim Lernen

Die Pomodoro-Technik ist ein Tool zur Zeitplanung und basiert auf kurzen und effizienten Arbeitsslots (im Original 25 Minuten) auf die eine 5-minütige Pause folgt. Nach vier dieser Arbeitsslots folgt dann eine längere Pause von etwa 25 Minuten. Die Grundidee der Technik ist, dass man mit gut geplanten Pausen effizienter arbeiten kann, als wenn die gesamte Zeit unstrukturiert genutzt wird. Viele Apps setzen die „Pomodoro-Technik“ für konzentriertes Arbeiten um. Die Apps, die diese Technik unterstützen bieten daher jeweils Timerfunktionen an. Einige gehen aber darüber hinaus und beiten eine Übersicht darüber, womit Sie Ihre Arbeitsslots gefüllt haben und erlauben dadurch ein Tracking des Zeitaufwands für bestimmte Aufgaben. Kostenlose Apps, die die Pomodoro-Technik unterstützen sind zum Beispiel Goodtime (Android), Focus Booster (iOS, Android) oder Be focused (iOS).

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen

Konzentriertes und ungestörtes Arbeiten sollte die Regel sein, gelingt uns aber immer seltener. Auch wenn wir wissen, dass wir schneller und effizienter sind, wenn wir uns nicht ablenken lassen, ist es in den Zeiten der aufblinkenden Push-Benachrichtigungen nicht immer einfach das Handy zu ignorieren. Sobald ein Nachrichtensymbol aufblinkt, sind wir abgelenkt. Wenn Sie sich selbst dazu zwingen möchten, Ihr Handy beim Arbeiten nicht zu nutzen, gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie sich durch Apps dabei unterstützen lassen können.

Die Apps Forest (Android kostenlos, iOS € 1,99) und Flora (iOS) verbinden das Weglegen des Handys mit einem spielerischen Aspekt. Sie definieren vorab eine Zeitspanne, in der Sie das Handy nicht nutzen möchten. In dieser Zeitspanne wächst ein virtueller Baum, der nur fertig wachsen kann, wenn Sie das Handy auch wirklich nicht nutzen. Falls Sie sich doch hinreißen lassen, zum Handy zu greifen, stirbt der gepflanzte Baum. Wenn man die App regelmäßig nutzt entsteht nach und nach ein Wald - und auch abgestorbene Bäume bleiben stehen. Bei Flora kann man außerdem einen Einsatz angeben und für den Fall, dass der virtuelle Baum stirbt, werden um den Wert des Einsatzes echte Bäume in Afrika oder Asien gepflanzt.

Ein ähnliches Prinzip verfolgt die App Donut Dog (iOS), in der so lange Donuts produziert werden, wie man an einer Aufgabe arbeitet. Die Donuts können dann an einen virtuellen Hund mit dem Namen Fokus verfüttert werden.

Mit Hilfe der App Unhook (Android) können Sie täglich ein Zeitbudget für bestimmte Kategorien der Handynutzung (z.B. Social Media, Videos etc.) festlegen. Wenn das Zeitbudget aufgebraucht ist, werden die Apps blockiert. Wenn Sie einen kurzen Spaziergang machen, können Sie Zeitbudget zurückgewinnen (100 Schritte = 10 Minuten).  

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen

Tipps für Techniken des Selbstmanagements um dem Aufschieben von Aufgaben und Deadlines entgegen zu wirken: 

  • Email- und Push-Benachrichtigungen ausschalten: Wer vor der Arbeit zuerst seine Mails lesen möchte, hat einen sicheren Weg gefunden, den Arbeitsbeginn zu verzögern. Auch aufpoppende Benachrichtigungen machen es schwer, sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Bewahren Sie ihr Handy also für die Arbeitszeit außer Sichtweite auf und schließen Sie Ihr Mailprogramm.
  • Der Arbeitsplatz: Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf und schaffen Sie Ablenkungen aus dem Weg. Wenn Sie sich selbst dann noch ablenken lassen, wechseln Sie den Lernort und lernen Sie zum Beispiel in der Bibliothek.
  • Untergliedern Sie große Aufgaben (eine Seminararbeit schreiben) in kleinere Teilaufgaben (die Literatur für das erste Kapitel sammeln, etc.). Bei kleineren Aufgaben fällt das Anfangen leichter. Formulieren Sie diese Aufgaben außerdem möglichst konkret (z.B. eine bestimmte Anzahl an Wörtern schreiben, eine bestimmte Anzahl an Kapiteln/Seiten lernen), sodass der Erfolg gut zu überprüfen ist. Erfolgserlebnisse helfen Ihnen dabei, sich der Aufgabe gewachsen zu fühlen und führen dazu, dass Sie beim nächsten Mal motivierter starten.
  • Protokollieren Sie Ihre Lernzeit. Wie lange haben Sie (ohne Unterbrechung) gelernt? Wie viele Seiten haben Sie in der Zeit geschafft? Wenn Sie dies in einem Büchlein oder einer Excel-Tabelle festhalten, sehen Sie nach einiger Zeit deutlich, wie viel Sie schon geschafft haben. Dies motiviert ebenfalls für zukünftige Aufgaben.
  • Wenn es Ihnen immer wieder schwer fällt anzufangen, kann es helfen, sich besonders einfache und kleine Aufgaben für den Beginn vorzunehmen. Lesen Sie zum Beispiel durch, was Sie zuletzt geschrieben haben, oder wiederholen Sie etwas, das Sie schon gelernt haben. Anfangen benötigt den größten Energieaufwand und die stärkste Überwindung. Wenn dieser Schritt geschafft ist, sind Sie oft schon mitten drin – fast ohne es zu merken.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Prokrastination

Inhalte werden dann besonders gut erinnert, wenn die Umgebung, in der man Inhalte lernt, möglichst ähnlich der Umwelt ist, in der die gespeicherten Informationen abgerufen werden sollen.

Die Vielzahl von scheinbar unwichtigen Informationen, die sich im Lernprozess rundherum befinden (z.B. Farben, Geräusche, Gerüche im Raum, Geschmack von Speisen, die wir zu uns nehmen...) werden also mit den eigentlichen Lerninhalten verknüpft und mitgespeichert.

Befindet man sich beim Abrufen der Informationen folglich in einem ähnlichen Kontext, führt dies zu einer erhöhten Abrufleistung.

Wie können Sie sich diesen Effekt für effizientes Lernen zunutze machen?

Schaffen Sie gezielt eine Lernumgebung, die der Abrufumgebung ähnelt!

Mögliche Ideen und Gedankenanstöße dazu:

  • einen ähnlichen Raum finden
  • eine besondere Arbeitsunterlage zur Prüfung mitnehmen
  • mit demselben Stift erarbeiten und abrufen
  • denselben spezifischen Kaugummi kauen
  • ein ätherisches Öl als olfaktorischen Anker verwenden
  • ein besonderes Lied beim Lernen hören und beim Abrufen innerlich anstimmen
  • Ein besonderes Kleidungsstück/Halstuch/Schmuck beim Lernen und Wiedergeben tragen….

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

Zeitfenster für effektives Lernen sind sehr individuell und können über den Tag verteilt an unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden. Jede/r Studierende sollte sich daher klar werden, welches sein/ihr optimales Lernzeitfenster ist. Idealerweise hat man mehrere  Zeitfenster über den Tag verteilt, um sich Lernzeiten zu setzen.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Gesund Studieren

Das Gehirn und die eigene Motivation können durch das Setzen einen Zeitlimits soweit überlistet werden, dass die Motivation gesteigert wird: Es hilft also sich selbst Deadlines und Fristen zu setzen, die einen positiven und künstlichen Zeitdruck aufbauen. Durch den Zeitdruck kann konzentrierter und effizienter gearbeitet werden, nicht zuletzt auch deshalb, weil Entscheidungen schneller getroffen werden, man zielgerichteter arbeitet und sich auf die wichtigsten Aufgaben konzentriert.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

Tipps für das Schreiben eines Rohtextes:  

  • Schreiben Sie eine erste Textfassung zügig voran und versuchen Sie dabei jegliche Überarbeitungstätigkeit auf später zu verschieben. So bleiben Sie im Denk- und Schreibfluss.
  • Wenn Ihnen ein Wort fehlt, eine Formulierung nicht zusagt, oder Sie eine Information nachschlagen wollen, so arbeiten Sie mit einer Partitur auf verschiedenen Ebenen wie ein Komponist: Fügen Sie Zeichen ein, mit denen Sie für sich selbst markieren, dass hier noch inhaltlich nachgearbeitet werden muss, dass ein Wort oder ein Quellenbeleg fehlt.
  • Bereiten Sie am Schluss einer Schreibeinheit bereits die nächste Einheit vor, etwa für den nächsten Tag: Notieren Sie ein paar Stichwörter für den nächsten Abschnitt, schreiben Sie den ersten Satz. So erleichtern Sie sich den Einstig und erhöhen die Schreibmotivation.
  • Lassen Sie Ihren Texte ruhen und in Gedanken reifen. Eine Nacht sollte mindestens zwischen Rohtexten und Überarbeiten liegen.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen