Skip to main contentSkip to breadcrumbsSkip to sub navSkip to doormat
Sie sind hier

Lernstrategien

Was sie selbst tun können, um Ihr Lernen effektiver zu gestalten, können Sie hier nachlesen. Diese Seite wird weiter wachsen und stetig mit Tipps und Anregungen von Expert/inn/en aus unterschiedlichen Fachgebieten (Kognitionswissenschaften, Neurologie, Medizin,...) befüllt.

Tipps und Anregungen zu folgenden Themengebieten finden Sie hier: Lernumgebung, Bewegung und Ernährung, Entspannung und Erholung

Im Unterschied zu schriftlichen Prüfungen auf MyLEARN arbeiten bei Remote Take-Home Exams nicht alle Studierenden zur gleichen Zeit an den Aufgabenstellungen. Ihr bekommt einen Zeitrahmen vorgegeben – zum Beispiel 12 Stunden – in dem Ihr die Aufgabe bearbeiten müsst. Trotzdem ist die Prüfung keine Hausaufgabe – dafür ist der für die Beantwortung vorgesehene Zeitrahmen zu knapp begrenzt. Wie bereitet man sich also auf diese Art Prüfung am besten vor?

Die Vorbereitung auf das Remote Take-Home-Exam: Stoffaufbereitung und Lernen

Das Remote Take-Home-Exam ist ein „open book exam“ – Sie können also Bücher, andere Unterlagen und auch das Internet bei der Beantwortung der Fragen verwenden. Nicht erlaubt ist es aber wie in jeder Prüfungssituation Leistungen, die nicht die eigenen sind, als solche auszugeben. Textpassagen aus dem Internet oder von Kolleg/inn/en zu übernehmen, wird wie in allen anderen Prüfungen als Plagiat betrachtet. 

Oft müssen in den Prüfungsaufgaben eigene Beispiele gefunden und erläutert, Vergleiche angestellt, oder Fakten bewertet werden. Bei der Prüfungsvorbereitung sollten Sie also darauf achten, die Kernkonzepte verstanden zu haben und Sie anwenden zu können. Die Lehrveranstaltungsinhalte für die Prüfung sollten Sie so aufbereiten, dass Sie wichtige Informationen schnell finden können. Dazu haben wir einige Anregungen für Sie:

  • Erstellen Sie Tabellen, Inhaltsverzeichnisse oder finden Sie ein Ablagesystem, in dem Sie sich schnell und gut zurechtfinden. In der Prüfungssituation sollten Sie alle Infos griffbereit haben und keine Zeit mit Suchen der Informationen verschwenden. Die wichtigsten Konzepte der Lehrveranstaltung und ihre Verbindung zueinander können Sie mit Hilfe von mind-maps darstellen oder Sie strukturieren Ihre Unterlagen mit Hilfe von Überschriften.      

  • Zusammenfassungen und Ausarbeitungen einzelner Themen oder Kapitel, die Sie vorab vorbereiten, helfen nicht nur beim Lernen und Verstehen von Inhalten, sondern auch dabei, Informationen während der Prüfung rasch wieder zu finden. Verknüpfen Sie dabei Ihre Notizen aus Vorlesungen, Hausübungen, Präsentationen und Lehrbüchern. Vergessen Sie nicht, sich die Seitenzahlen Ihrer Quellen zu notieren, damit Sie die entsprechenden Infos während der Prüfung schnell finden!   

  • Überlegen Sie sich eigene Beispiele zu den Sachverhalten und stellen Sie Verbindungen zwischen den einzelnen Themengebieten her. Genau diese Aufgaben werden Ihnen im Remote Take Home Exam begegnen.

  • Nutzen Sie die Vorbereitungszeit auf die Prüfung, um sich in virtuellen Lerngruppen auszutauschen. Besonders hilfreich ist es dabei, wenn Sie wechselweise bestimmte Themengebiete den anderen Gruppenmitgliedern erklären oder den anderen Prüfungsaufgaben stellen. Wenn Sie ein Thema so aufbereiten können, dass Ihre Studienkolleg/inn/en es aufgrund Ihrer Erklärung verstehen, sind Sie bestens auf ein Remote-Take-Home-Exam vorbereitet.   

Die letzten Stunden vor dem Remote Take-Home-Exam

  • Der Zeitrahmen, in dem Sie die Prüfung abgehalten wird, ist immer größer als die Bearbeitungszeit selbst! Sie haben also im Vergleich zu klassischen Prüfungen im Hörsaal mehr Zeit zur Verfügung. Trotzdem ist die Zeit meist knapp kalkuliert – verlassen Sie sich keinesfalls darauf, dass Sie alles Nötige nachschlagen können!

  • Planen Sie die Stunden, in denen Sie das Take-Home-Exam absolvieren, vorab gut durch. Zu welchen Zeiten können Sie am Exam arbeiten, wann wollen Sie essen, wann machen Sie gegebenenfalls Pause? Wenn Sie großzügigere Zeitrahmen (ab 24 Stunden) zur Verfügung haben, sollten Sie einplanen den größten Teil am ersten Tag zu schaffen, sodass am zweiten Tag Zeit zur Überarbeitung bleibt.

  • Der Lernplatz sollte für die Prüfungssituation vorbereitet sein: Ihre Unterlagen sollten strukturiert und griffbereit zu erreichen sein. Ein überladener Tisch ist für die meisten eher hinderlich.

  • Versuchen Sie in Ihrer Arbeitszeit innerhalb des Zeitrahmens möglichst ungestört zu bleiben. Gerade größere Zeitrahmen verleiten dazu, sich ablenken zu lassen. Wenn Sie dies bemerken ist es besser, Pause zu machen, statt unkonzentriert weiterzuarbeiten.

  • Wie auch vor einer normalen Prüfung sollten Sie auch vor dem Remote Take-Home-Exam darauf achten, ausreichend zu schlafen. Tipps für einen gesunden Schlaf finden Sie in diesem Artikel: 10 Tipps für einen erholsamen Schlaf in der stressigen Prüfungszeit

 Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen...

Zeit ist eine wichtige Ressource - neben den Verpflichtungen, die das Studium mit sich bringt, wollen auch Hobbies, Freunde und Zeit zum Ausruhen im Tagesplan integriert werden. Wann Sie Lernzeit einplanen sollten und wann Zeit für Freizeitaktivitäten reserviert werden sollte, hängt auch von Ihrer inneren Uhr ab.

Um herauszufinden, wann Sie selbst besonders leistungsfähig sind, können Sie folgendermaßen vorgehen:

Setzen Sie sich mit Ihrem Tagesrhythmus auseinander und beobachten Sie über längere Zeit, wann Sie leistungsfähig sind und wann Sie müde werden.

  • Wann arbeiten Sie besonders gut und effizient? Wann bemerken Sie während des Tages, dass Sie müde werden? Notieren Sie sich die Zeiten.
  • Beobachten Sie Ihr Schlafverhalten. Wann gehen Sie ins Bett und wie müde sind Sie dann? Schlafen Sie schnell ein, oder dauert es noch etwas?
  • Wann wachen Sie morgens auf wenn Sie nicht geweckt werden? Sind Sie morgens müde, oder wachen Sie voller Energie und bereit für den Tag auf?

Der nächste Schritt besteht darin, Ihre Lebens- und Lerngewohnheiten an Ihren persönlichen Rhythmus anzupassen, soweit das möglich ist:

  • Planen Sie die schwierigsten Aufgaben, für die Sie am meisten Zeit benötigen in Ihrem persönlichen Leistungshoch ein.
  • Einfache Aufgaben (z.B. recherchieren), Routine-Aufgaben (z.B. Abrechnungen) oder Aufgaben, die Sie besonders gerne erledigen sind zu den Zeiten des Leistungstiefs gut aufgehoben.
  • Leichte Bewegung, Sauerstoff, Tageslicht und „aktive Pausen“ helfen Tiefs zu überwinden.
  • Wenn sich Termine nicht verschieben lassen (z.B. Prüfungen) und ungünstig für Ihren persönlichen Biorhythmus liegen, kann es helfen sich rechtzeitig anzupassen. D.h. bei einem besonders frühen Termin sollten Sie einplanen, bereits einige Tage vor dem Termin früher schlafen zu gehen und früher aufzustehen als gewohnt.

Nähere Informationen zu diesem Tipp und einer typischen Leistungskurve, sowie eine Typ-Tabelle (Morgen- bis Abendtyp) finden Sie unter Zeitmanagement beim Lernen

Die Pomodoro-Technik ist ein Tool zur Zeitplanung und basiert auf kurzen und effizienten Arbeitsslots (im Original 25 Minuten) auf die eine 5-minütige Pause folgt. Nach vier dieser Arbeitsslots folgt dann eine längere Pause von etwa 25 Minuten. Die Grundidee der Technik ist, dass man mit gut geplanten Pausen effizienter arbeiten kann, als wenn die gesamte Zeit unstrukturiert genutzt wird. Viele Apps setzen die „Pomodoro-Technik“ für konzentriertes Arbeiten um. Die Apps, die diese Technik unterstützen bieten daher jeweils Timerfunktionen an. Einige gehen aber darüber hinaus und beiten eine Übersicht darüber, womit Sie Ihre Arbeitsslots gefüllt haben und erlauben dadurch ein Tracking des Zeitaufwands für bestimmte Aufgaben. Kostenlose Apps, die die Pomodoro-Technik unterstützen sind zum Beispiel Goodtime (Android), Focus Booster (iOS, Android) oder Be focused (iOS).

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen

Konzentriertes und ungestörtes Arbeiten sollte die Regel sein, gelingt uns aber immer seltener. Auch wenn wir wissen, dass wir schneller und effizienter sind, wenn wir uns nicht ablenken lassen, ist es in den Zeiten der aufblinkenden Push-Benachrichtigungen nicht immer einfach das Handy zu ignorieren. Sobald ein Nachrichtensymbol aufblinkt, sind wir abgelenkt. Wenn Sie sich selbst dazu zwingen möchten, Ihr Handy beim Arbeiten nicht zu nutzen, gibt es einige Möglichkeiten, wie Sie sich durch Apps dabei unterstützen lassen können.

Die Apps Forest (Android kostenlos, iOS € 1,99) und Flora (iOS) verbinden das Weglegen des Handys mit einem spielerischen Aspekt. Sie definieren vorab eine Zeitspanne, in der Sie das Handy nicht nutzen möchten. In dieser Zeitspanne wächst ein virtueller Baum, der nur fertig wachsen kann, wenn Sie das Handy auch wirklich nicht nutzen. Falls Sie sich doch hinreißen lassen, zum Handy zu greifen, stirbt der gepflanzte Baum. Wenn man die App regelmäßig nutzt entsteht nach und nach ein Wald - und auch abgestorbene Bäume bleiben stehen. Bei Flora kann man außerdem einen Einsatz angeben und für den Fall, dass der virtuelle Baum stirbt, werden um den Wert des Einsatzes echte Bäume in Afrika oder Asien gepflanzt.

Ein ähnliches Prinzip verfolgt die App Donut Dog (iOS), in der so lange Donuts produziert werden, wie man an einer Aufgabe arbeitet. Die Donuts können dann an einen virtuellen Hund mit dem Namen Fokus verfüttert werden.

Mit Hilfe der App Unhook (Android) können Sie täglich ein Zeitbudget für bestimmte Kategorien der Handynutzung (z.B. Social Media, Videos etc.) festlegen. Wenn das Zeitbudget aufgebraucht ist, werden die Apps blockiert. Wenn Sie einen kurzen Spaziergang machen, können Sie Zeitbudget zurückgewinnen (100 Schritte = 10 Minuten).  

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen

Tipps für Techniken des Selbstmanagements um dem Aufschieben von Aufgaben und Deadlines entgegen zu wirken: 

  • Email- und Push-Benachrichtigungen ausschalten: Wer vor der Arbeit zuerst seine Mails lesen möchte, hat einen sicheren Weg gefunden, den Arbeitsbeginn zu verzögern. Auch aufpoppende Benachrichtigungen machen es schwer, sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Bewahren Sie ihr Handy also für die Arbeitszeit außer Sichtweite auf und schließen Sie Ihr Mailprogramm.
  • Der Arbeitsplatz: Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf und schaffen Sie Ablenkungen aus dem Weg. Wenn Sie sich selbst dann noch ablenken lassen, wechseln Sie den Lernort und lernen Sie zum Beispiel in der Bibliothek.
  • Untergliedern Sie große Aufgaben (eine Seminararbeit schreiben) in kleinere Teilaufgaben (die Literatur für das erste Kapitel sammeln, etc.). Bei kleineren Aufgaben fällt das Anfangen leichter. Formulieren Sie diese Aufgaben außerdem möglichst konkret (z.B. eine bestimmte Anzahl an Wörtern schreiben, eine bestimmte Anzahl an Kapiteln/Seiten lernen), sodass der Erfolg gut zu überprüfen ist. Erfolgserlebnisse helfen Ihnen dabei, sich der Aufgabe gewachsen zu fühlen und führen dazu, dass Sie beim nächsten Mal motivierter starten.
  • Protokollieren Sie Ihre Lernzeit. Wie lange haben Sie (ohne Unterbrechung) gelernt? Wie viele Seiten haben Sie in der Zeit geschafft? Wenn Sie dies in einem Büchlein oder einer Excel-Tabelle festhalten, sehen Sie nach einiger Zeit deutlich, wie viel Sie schon geschafft haben. Dies motiviert ebenfalls für zukünftige Aufgaben.
  • Wenn es Ihnen immer wieder schwer fällt anzufangen, kann es helfen, sich besonders einfache und kleine Aufgaben für den Beginn vorzunehmen. Lesen Sie zum Beispiel durch, was Sie zuletzt geschrieben haben, oder wiederholen Sie etwas, das Sie schon gelernt haben. Anfangen benötigt den größten Energieaufwand und die stärkste Überwindung. Wenn dieser Schritt geschafft ist, sind Sie oft schon mitten drin – fast ohne es zu merken.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Prokrastination

Inhalte werden dann besonders gut erinnert, wenn die Umgebung, in der man Inhalte lernt, möglichst ähnlich der Umwelt ist, in der die gespeicherten Informationen abgerufen werden sollen.

Die Vielzahl von scheinbar unwichtigen Informationen, die sich im Lernprozess rundherum befinden (z.B. Farben, Geräusche, Gerüche im Raum, Geschmack von Speisen, die wir zu uns nehmen...) werden also mit den eigentlichen Lerninhalten verknüpft und mitgespeichert.

Befindet man sich beim Abrufen der Informationen folglich in einem ähnlichen Kontext, führt dies zu einer erhöhten Abrufleistung.

Wie können Sie sich diesen Effekt für effizientes Lernen zunutze machen?

Schaffen Sie gezielt eine Lernumgebung, die der Abrufumgebung ähnelt!

Mögliche Ideen und Gedankenanstöße dazu:

  • einen ähnlichen Raum finden
  • eine besondere Arbeitsunterlage zur Prüfung mitnehmen
  • mit demselben Stift erarbeiten und abrufen
  • denselben spezifischen Kaugummi kauen
  • ein ätherisches Öl als olfaktorischen Anker verwenden
  • ein besonderes Lied beim Lernen hören und beim Abrufen innerlich anstimmen
  • Ein besonderes Kleidungsstück/Halstuch/Schmuck beim Lernen und Wiedergeben tragen….

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

Zeitfenster für effektives Lernen sind sehr individuell und können über den Tag verteilt an unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden. Jede/r Studierende sollte sich daher klar werden, welches sein/ihr optimales Lernzeitfenster ist. Idealerweise hat man mehrere  Zeitfenster über den Tag verteilt, um sich Lernzeiten zu setzen.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Gesund Studieren

Das Gehirn und die eigene Motivation können durch das Setzen einen Zeitlimits soweit überlistet werden, dass die Motivation gesteigert wird: Es hilft also sich selbst Deadlines und Fristen zu setzen, die einen positiven und künstlichen Zeitdruck aufbauen. Durch den Zeitdruck kann konzentrierter und effizienter gearbeitet werden, nicht zuletzt auch deshalb, weil Entscheidungen schneller getroffen werden, man zielgerichteter arbeitet und sich auf die wichtigsten Aufgaben konzentriert.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

Tipps für das Schreiben eines Rohtextes:  

  • Schreiben Sie eine erste Textfassung zügig voran und versuchen Sie dabei jegliche Überarbeitungstätigkeit auf später zu verschieben. So bleiben Sie im Denk- und Schreibfluss.
  • Wenn Ihnen ein Wort fehlt, eine Formulierung nicht zusagt, oder Sie eine Information nachschlagen wollen, so arbeiten Sie mit einer Partitur auf verschiedenen Ebenen wie ein Komponist: Fügen Sie Zeichen ein, mit denen Sie für sich selbst markieren, dass hier noch inhaltlich nachgearbeitet werden muss, dass ein Wort oder ein Quellenbeleg fehlt.
  • Bereiten Sie am Schluss einer Schreibeinheit bereits die nächste Einheit vor, etwa für den nächsten Tag: Notieren Sie ein paar Stichwörter für den nächsten Abschnitt, schreiben Sie den ersten Satz. So erleichtern Sie sich den Einstig und erhöhen die Schreibmotivation.
  • Lassen Sie Ihren Texte ruhen und in Gedanken reifen. Eine Nacht sollte mindestens zwischen Rohtexten und Überarbeiten liegen.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

  • Interesse für die belegten Lehrveranstaltungen wecken: Wenn Sie die Kurswahl für das neue Semester bereits getroffen haben, können Sie schon vor den ersten LV- Einheiten damit beginnen Ihr Vorwissen zu aktivieren indem Sie sich einen Überblick über die Inhalte und Themen verschaffen: Was wissen Sie bereits über das Thema des Kurses, warum interessiert Sie das Thema, wer sind die führende ExpertInnen in diesem Fach, welche Informationen (Videos, Beiträge, Artikels usw.) lassen sich im Internet finden? Wenn Sie sich auf diese Art vorbereiten, können Sie sich neue Inhalte aus dem gleichen Fach besser merken.
  • Von Anfang an in die Vor- und Nachbereitung investieren: Wenn Sie sich die Inhalte der letzten Einheit vor jeder neuen LV-Einheit kurz durchsehen, können Sie sich einen Überblick verschaffen. Wenn Sie eine Idee haben, worüber gesprochen werden könnte und woran die neuen Inhalte an jene der letzten LV anschließen, können Sie aufmerksamer zuhören. Hilfreich kann es auch sein eine kleine Liste mit Fragen anzufertigen, die Sie während oder nach der Vorlesung stellen können. Während der LV ist es besonders hilfreich sich Notizen zu machen, denn Mitschreiben hilft sich besser zu konzentrieren. Nach der Vorlesung könnten Sie sich etwas Zeit nehmen, um Ihre Notizen zu strukturieren und zu ergänzen. Die Eindrücke sind noch frisch und es geht nichts verloren. So sparen Sie sich später in der Lernzeit viel Wiederholungs- und Recherchearbeit und verbringen weniger Zeit damit Ihre Gedankengänge in der Mitschrift nachvollziehen zu können. 
  • Die Lernzeit positiv besetzen: Eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen, in der man effektiver lernen kann, kann die eigene Einstellung zum Lernen ändern: Glaubenssätze, wie „Was ich alles lernen muss“ können zum Beispiel durch „Was ich alles lernen darf“ ersetzt werden, denn Lernen kann auch ein Privileg sein. Auch Belohnungen für nach dem Lernen können sich positiv auswirken.
  • Den Nutzen verdeutlichen und sich das Ziel immer wieder vor Augen halten: Es gibt sicher einen Grund, warum Sie das studieren, was Sie studieren. Was ist Ihr persönlicher Nutzen, Ihre Motivation, Ihr Ziel?

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

Haben Sie sich schon einmal überlegt, was neben einem Außenaspekt/einer Bedingung auch eigene Grundhaltungen/Überzeugungen sein könnten, die Ihr eigenes Stressempfinden verstärken? Nehmen Sie sich gleich einmal ein Blatt Papier und probieren Sie folgende Übung aus:

  • Unterscheiden Sie vorerst konkrete Lebensbereiche, um leichter herauszufinden, wo der „Schuh drückt“. Zeichnen Sie auf das Blatt folgende 6 Säulen: Soziales Umfeld / Job / Studium / Gesundheit / Materielles / Erwartungen
  • Nehmen Sie nun eine Gewichtung vor – je nachdem, wie stark Sie sich in einem Bereich belastet fühlen. Die zur Verfügung stehenden Maße sind: 0,5 kg / 1 kg / 2 kg / 5kg / 10 kg / 20 kg
  • Ordnen Sie jedem Bereich nur ein Maß zu! So wird das „diffuse Druckgefühl“ etwas konkreter.
  • Wählen Sie nun eine der Säulen aus – es muss nicht jene mit der meisten Belastung sein – und gehen Sie mit folgenden Überlegungen in die Tiefe: 
    • Was sind die konkreten, äußeren Faktoren in diesem Bereich, die mich derzeit unter Druck setzen?
    • Welche meiner Einstellungen und Werte tragen womöglich zu einer Verstärkung des Drucks bei?
    • Finden Sie Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können? Zeigen sich Einstellungen, die Sie ändern möchten?

Das erfordert nicht nur Zeit, sondern auch eine gute Portion Mut und Ehrlichkeit zu sich selbst. Sind diese Faktoren einmal identifiziert, finden sich leichter Lösungen für belastende Situationen.
 Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Gesund Studieren...

  • Sehen Sie rechtzeitig auf Ihren Prüfungsplan und in Ihren Kalender!
    Wie viele Prüfungen werden Sie pro (Halb)-semester absolvieren? Welche Fächer fallen Ihnen schwer, wo tun Sie sich leicht? Welche anderen Verpflichtungen stehen in der Prüfungszeit sonst noch an? Diese Fragen sollten Sie sich möglichst früh im Semester stellen! Wenn Sie dann bemerken, dass Ihnen ausgerechnet in der Prüfungszeit auch noch private Termine und berufliche Verpflichtungen bevorstehen, sollten Sie versuchen, sich rechtzeitig ein bisschen Freiraum zu schaffen. Ganz besonders gilt das rund um die Prüfungen in den Fächern, die Ihnen schwerfallen. Diesen sollten Sie nämlich in der Prüfungsvorbereitung etwas mehr Zeit widmen, die entsprechend eingeplant werden muss.
  • Planen Sie realistisch!
    Wir neigen dazu, bei der Planung von Projekten vom bestmöglichen Ergebnis auszugehen und Schwierigkeiten nicht miteinzuplanen. Das Phänomen die eigene Produktivität zu überschätzen, nennt sich „Planungsfehlschluss“ („planning fallacy“) (vgl. Pychyl/Morin/Salmon 2000). Planen Sie also ein, dass es Tage geben wird, an denen Sie mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten wie zum Beispiel Computerproblemen oder Krankheit kämpfen müssen. Selbst wenn kein Notfall eintritt, gibt es Zeiten, zu denen man sich nicht aufraffen kann, zu lernen. Eine realistische Planung hilft dann dabei, nicht zusätzlich in Stress zu kommen.
  • Strukturieren Sie die Inhalte der einzelnen Fächer bevor Sie mit dem Lernen starten!
    Je besser Sie die einzelnen Inhalte für sich strukturiert haben, umso leichter fällt es Ihnen neu zu Lernendes anzudocken und einzubauen. Durch die vielen unterschiedlichen Inhalte in einer Lehrveranstaltung, werden Zusammenhänge oft nicht sofort sichtbar. In welche Themenblöcke gliedert sich Ihre Vorlesung? Welche Themenbereiche gehören zu einem Themenblock? Bilden Sie Kategorien und finden Sie eine Methode der Visualisierung, die Ihnen beim Lernen nützlich ist. Für manche funktionieren Mind Maps oder verschiedenfarbige Post-its, andere finden Listen und Bulletpoints hilfreicher.
  • Verbringen Sie nicht den ganzen Tag mit einem Fach!
    Es macht durchaus Sinn, die Fächer voneinander zu trennen und abwechselnd zu lernen. Trotzdem sollten Sie vermeiden, den ganzen Tag nur für 1 Fach zu lernen. Es ist sinnvoll, Lerneinheiten zu definieren, die Sie gut bewältigen können (zum Beispiel 1,5 Stunden). In jeder Lerneinheit beschäftigen Sie sich mit einem Fach. Danach wechseln Sie zum nächsten Fach.
  • Planen Sie mindestens einen Tag in der Woche ein, den Sie frei von Verpflichtungen halten!
    Auch in der stressigen Prüfungszeit sollten Sie genug Zeit zum Ausruhen einplanen. Wenn Sie Ihrem Gehirn Zeit geben nichts zu tun, können Sie frisch und aufnahmefähig in die nächste Lerneinheit starten.

  Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter  Effektiv Lernen

Die Leistung steht in direktem Zusammenhang mit Ihrem Aktivierungslevel. Konkret bedeutet das, dass die maximale Leistung erst erbracht werden kann, wenn das eigene Energielevel beim Lernen hoch genug ist. Man könnte jetzt also denken, dass umso mehr geleistet werden kann, je aktivierter eine Person ist. Das stimmt aber auch nicht ganz, da auch der gegenteilige Fall eintreten kann: Wird das Aktivierungslevel zu hoch, so kommt es ab einem bestimmten Punkt zu einem Leistungsabfall. Das passiert, wenn Sie zu aufgeregt und zu gestresst sind, um fokussiert Lernen zu können. Dieses Phänomen haben Yerkes und Dodson schon 1908 entdeckt und mit der Yerkes-Dodson-Kurve beschrieben.

Zu müde, um zu lernen? Ideen zur Aktivierung:

  • Nutzen Sie das aktive Gefühl nach dem Sport! Sport oder ein Spaziergang vor der Lerneinheit sind einfache Tricks, um sie selbst zu aktivieren und Müdigkeit entgegenzuwirken. 
  • Einfache, kurze Bewegungsübungen können Sie auch einfach zu Hause vor dem Lernen ausprobieren. In unserer Tippsammlung finden Sie dazu einige Übungen zur Aktivierung. 
  • Hilfreich kann es aber auch sein den Lernplatz zu wechseln - zum Beispiel an die Bibliothek. Auf dem Weg zur Uni können Sie einen Umweg über den Prater machen und so alle Sinne aktivieren. 


 Zu aufgeregt, um zu lernen? Ideen zur Entspannung:

  • Suchen Sie sich tendenziell ruhigere Orte um zu lernen, wenn Sie merken, dass Sie momentan eher aufgeregt sind. In der LC Bibliothek gibt es beispielweise besonders beruhigte Lernzonen (ohne PC, Handy, Musik…).   
  • Vielleicht haben Sie die richtige Entspannungstechnik für sich schon gefunden, falls nicht können Sie sich in unserer Sammlung an Entspannungsübungen einmal umsehen: Tipps zur Entspannung und Erholunglung. Meditation, aber auch Atemübungen können Sie auch direkt am Lernplatz einsetzen, um ihr Aktivierungslevel zu senken.  
  • Auch Tätigkeiten, die Sie gerne machen oder Hobbies können Ihnen dabei helfen sich zu entspannen. Egal ob Sie gerne Kochen, Stricken oder Musik hören – eine ruhige Tätigkeit kann ebenfalls bei der Entspannung helfen.

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen

Sich nach einer Lerneinheit eine Pause zu gönnen gehört zum Lernalltag aller Studierenden. Die Pause allerdings auch wieder zu beenden stellt viele häufig vor eine große Herausforderung. Dr. Katharina Turecek beschreibt in ihrem Buch einige Strategien, um nach der Pause wieder erfolgreich in die nächste Lerneinheit starten zu können, anstatt Pausen unnötig in die Länge zu ziehen (vgl. Turecek 2010, 14):

  • Pausen zeitlich begrenzen: Im Vorhinein sollte bereits klar sein wann eine Pause wieder endet. Ein Wecker könnte dafür als Hilfsmittel genutzt werden. Zudem ist es hilfreich vor der Pause zu definieren, an welchem Punkt nach der Pause weitergearbeitet wird.
  • Pausenbeschäftigungen, die den Lernenden Spaß machen sind schwieriger auch wieder zu beenden (Internetsurfen, Fernsehen oder Computerspiele können beispielsweise hinderlich sein) und sollten daher vermieden werden.
  • Das erfolgreiche Beenden einer Pause kann auch mit kleinen Anreizen belohnt werden (wie zum Beispiel einem Obst, das man gerne isst).

Nähere Informationen zu diesem Tipp finden Sie unter Effektiv Lernen